Die gute Nachricht zuerst: ich hab mir endlich einen MP3-Player gekauft, weil ich endlich den richtigen gefunden hab! Er spielt Ogg Vorbis, hat einen Radioempfänger, und kann MP3s voicerecorden.
Weniger cool ist, dass er das Microsoft'sche MTP-Protokoll zur Übertragung der Dateien verwendet, anstatt sich als USB-Massenspeicher anzumelden. Das hat zur Folge, dass er unter dem aktuellen Ubuntu Feisty noch nicht funktioniert, ab dem in Bälde erscheinenden Gutsy wirds dann allerdings gehen. Was ein baldiges Update meinerseits nach sich ziehen wird. Aus diversen Gründen (auf die ich jetzt nicht genauer eingehen will) ist weder Microsoft noch Samsung daran schuld, weshalb der Player trotzdem voll in Ordnung ist.
Ach ja, hören tut er auf den schönen Namen Samsung YP-U3J, schwarz, mit 4 GB Speicher. Und sooo schön handlich!
Ok, aber jetzt zum eigentlichen Thema dieses Blogeintrags, was natürlich thematisch voll dazupasst:
Neue iPods sprechen nur noch mit iTunes
Das ist so unappetitlich, da reicht es, wenn ich den Originaltext zitiere:
"Die bisherigen iPod-Generationen konnte man unter Linux mit Programmen wie gtkpod, Rhythmbox oder Amarok befüllen. Windows-Nutzer ohne iTunes-Ambitionen konnten dafür unter anderem auf Winamp oder Ephpod zurückgreifen." (...) "In der Folge meldet der Player, dass auf dem Gerät gar keine Songs, Videos oder Fotos gespeichert seien."
"Besonders ärgerlich dürfte die Checksumme für Linux-Nutzer sein, die mangels iTunes die neuen Player derzeit unter ihrem Betriebssystem nicht nutzen könnten. Es bleibt abzuwarten, ob die Entwickler mittels Reverse-Engineering auch den Algorithmus der Prüfsummenberechnung entschlüsseln werden."
Hatte ich schon erwähnt, dass Apple um Größenordnungen schlimmer ist als Microsoft und deren Produkte durchwegs boykottiert gehören? Ja? Wurscht, jetzt erst recht. Bah. So verabscheuenswürdige Geschäftspraktiken. Ich könnte Galle speien. Aber ich geh lieber einkaufen :D
Comments
Brüderlicher Rat
Also Jakob, was du alles für unsinnige Sachen schreibst, das ist echt bedenklich, ich mach mir schön langsam Sorgen.
Mein Rat: Mach lieber was sinnvolles, nicht lauter Blödsinn in deinen Blog schreiben. Das ist gesund und tut der Seele gut, und dir. Mach was, was du schon immer machen wolltest und was dich mal so richtig happy macht, anstatt den ganzen tag vorm computersitzen und nachher noch lange irgendwelche geschichten zu erzählen. Weil so ist das ja echt kein Zustand.
Das hab ich jetz mal so sagen müssen, weil irgendwer muss das ja tun.
lg emil
Hm.
Hast wahrscheinlich recht. Zum Teil würd ich sagen, du verstehst die Problematik nicht ganz, aber zum Großteil hast wahrscheinlich recht.
Muss allerdings einen Weg finden, wie ich aus meiner derzeitigen Situation mal wieder rauskomm. Gar nicht so einfach zurzeit, wenn so viele interessante und/oder wichtige Sachen passieren.
Auch wenn ich dir, was die
Auch wenn ich dir, was die Apple Philosophie anbelangt, recht gebe, sind die ipods doch recht schicke MP3-Player. Wer weder darauf noch auf Ogg-Vorbis verzichten will, sollte sich mal auf http://www.rockbox.org/ umsehen. Auf netzwelt.de findet man eine gutes Review zu dieser Software.
Ja, schon, aber.
Natürlich kann man im Nachhinein was Freundlicheres draufspielen. Aber der Punkt ist der, dass du mit einem iPod-Kauf die Apple-Philosophie unterstützt (selbst wenn du sie nicht gutheißt), und weder der Verkäufer noch Apple selber werden irgendwas ändern, so lange die Geräte nur gekauft werden.
Rockbox oder nicht, Geschäft ist Geschäft. Und Firmen ändern ihre Verhaltensweisen nur dann, wenn sie durch ihre Kundenunfreundlichkeit weniger Geld machen.
Rockbox kuriert ein Symptom, nämlich die iPod'schen Einsperr-Mechanismen von Apple. Aber so lange nur Symptome bekämpft werden und nicht die Wurzel des Problems (nämlich, dass Apple glaubt, sie können Lock-in mit gutem Design ausgleichen) werden die Ottonormal-Benutzer immer eingesperrt bleiben, und die Hacker immer hinterher hinken.
Rockbox ist nicht die Lösung. Die Lösung muss sein, dass Apple einen offenen Standard zur Dateiübertragung unterstützt. Und vielleicht noch Ogg Vorbis. Dann ist das Problem gelöst, alles andere ist Symptombekämpfung und kurzfristiger Egoismus von Seiten der iPod-Käufer. (Also, nicht nur iPod - das iPhone geht in genau die gleiche Richtung.) Da wird sich nur was ändern, wenn die Kunden einen Aufstand machen und weniger Apple-Zeugs gekauft wird.
Schickes Gerät her oder hin, ich glaube daran, dass Freiheitsfragen wie diese wichtiger sind als ein endstylisches Gerät mit (patentiertem) Touch-Rad zu besitzen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung, die kann ich keinem aufzwingen.