Ok, zweiter Teil der Aufholjagd. Mit der extensiven Zahl von gleich drei Geschehnissen geht's sogleich an den Start:
"Blender 2.43: Mit dem 3D-Pinsel modellieren"
Dass man keine tausende-Euro-teuren Programme in gecrackter Version braucht, um ein professionelles 3D-Modellierungs und -Animationstool benutzen zu können, ist der Einen oder dem Anderen sicher klar. Dritten hingegen ist es vielleicht nicht so geläufig, deshalb hier kurz nochmal erwähnt: Blender ist ein wahnsinnig fähiges Open-Source-3D-Programm (und als solches auch gratis zum Download verfügbar), das proprietärer Highend-Software wie Maya oder Cinema 4D kaum nachsteht.
Mit der neuen Version haben die Blender-Entwickler abermals einen großen Haufen Neuigkeiten und Verbesserungen eingebaut. Jeder, der sich für 3D-Modellierung interessiert, sei das Programm wärmstens ans Herz gelegt - ähnlich mächtig, ähnlich eindrucksvoll und ähnlich kompliziert (zumindest am Anfang) wie die genannten Programme für den großen Geldbeutel. Irgendwann werde ich sicher wieder etwas Zeit finden, mir den Blender ein bisschen genauer anzuschauen und wieder irgendwas Dreidimensionales zu fabrizieren, wie in den guten alten Zeiten :)
P.S.: Die freie Vektorgrafik-Software Inkscape ist auch kürzlich in Version 0.45 erschienen!
"Dell-Kunden wünschen sich Linux-Notebooks und vorinstalliertes OpenOffice"
Hihi, damit hat Dell vielleicht eher nicht gerechnet: die Dell IdeaStorm-Website, die sie zum Zwecke des Ermittelns von Kundenwünschen aufgesetzt hatten, ufert schon nach wenigen Tagen des Online-Seins in ein Wunschkonzert für mehr Open Source am Dell-Gerät aus. Was im Grunde nicht schwer umzusetzen wäre, schließlich ist Dell für seine selbst zu konfigurierenden Online-Bestellungen bekannt.
Die meiste Zustimmung auf der Seite gibts für Auswahlmöglichkeiten für eine standardmäßig installierte Linux-Distribution wie Fedora, OpenSuse oder Ubuntu, zweiter Platz geht an eine OpenOffice-Option, weitere an weniger vorinstallierte Microsoft- und sonstige Software.
Jetzt ist Dell am Zug, und gewissermaßen in einer Zwickmühle: wenn sie nichts tun, werden sie fürs Ignorieren der Kundenwünsche kritisiert werden; wenn sie andererseits zumindest ein paar der Ideen umsetzen, werden sie mit ziemlicher Sicherheit Probleme mit Microsoft kriegen. Die wissen schon, wie man Druck macht.
"EU-Kommission fördert Open-Access-Publikationen"
Das Beste zum Schluss: Die EU-Kommission entledigt sich kurzfristig ihrer Rolle als nervig-latentes Gefahrenpotential und kündigt ein 85 Millionen Euro schweres Programm zur Förderung von Open Access vor.
Zur Erinnerung (ja, ich weiß, das hatten wir in meinen News noch nicht):
Open Access ist eine Initiative mit dem Zweck, staatlich finanzierte wissenschaftliche Publikationen (also irgendwelche Papers von wichtigen Uni-Professoren) auch tatsächlich frei zugänglich zu machen. Derzeit ist es so, dass die Profs ihre Arbeiten reputationshalber in wissenschaftlichen Magazinen veröffentlichen (müssen), die sich das Veröffentlichungs-Recht alleine vorbehalten und mit ihren hohen Preisen unsere Bibliotheken in den Ruin treiben, und die Arbeiten auch sonst nicht zur freien Begutachtung preisgeben. Sprich, der Steuerzahler zahlt, die wissenschaftlichen Verlage kassieren, und der interessierte Bürger kann die Arbeiten nicht nachlesen.
Dagegen muss etwas getan werden! Die richtigste Lösung wäre naheliegenderweise, dass den Wissenschaftlern per Gesetz erlaubt wird, ihre Papers nicht allzu lang nach deren Veröffentlichung (ein halbes Jahr oder so) frei zur Verfügung zu stellen. Und zwar unabhängig davon, was die Verlage an sich vorschreiben. Aber die Variante der EU-Kommission - erst einmal freigegebene Arbeiten fördern und außerdem die Sachlage genauer analysieren - ist für den Anfang auch gar nicht schlecht. Bravo, Kommission!
Pfuh, soweit zu den nachgeholten News. Jetzt nur noch eine kurze (äh?) Zusammenfassung von Kitzbühel '07, dann ist das Blog wieder für eine Zeitlang versorgt.
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