Echt jetzt, es geht doch nichts über ein Party-Wochenende mit Übernachtung in der höchst eigenen Wiener Wohnung. Der Felix weiß auch, wo er motivierte Leute daherkriegt: nämlich von überall aus der Welt, eingeflogen nach Österreich mit AFS. Formell angesetzt als Treffen der im Burgenland einquartierten Austausch-Schülerinnen und -schüler, und zur Verabschiedung derjenigen, die schon nach diesem ersten Trimester wieder nach Hause müssen. Solche Treffen im mittelgrößeren Rahmen haben außerdem den angenehmen Effekt, dass sie bei den richtigen Rahmenbedingungen quasi von selber gut werden - einfach zurücklehnen, dem Flow hingeben und genießen. Mmmh.
Zum Genießen war ja auch Einiges dabei: eine kurze Klettertour auf den rechten Turm vom Stephansdom (da war ich schon ewig nicht mehr; kurz deshalb weil wir erst 18 Minuten vor Schluss hinauf sind), Besuch bei den Christkindlmärkten am Rathaus und am Spittelberg (die Saison ist wieder eröffnet!), zu Hause dann original italienische Spaghetti (original, weil von zwei original Italienerinnen zubereitet), und in der Früh - oder eigentlich den ganzen Vormittag - feinste Waffeln aus dem Waffeleisen. Das macht natürlich Stimmung. Man addiere Musik, Chaos, einen Geburtstag und Schlafsäcke aufm Wohnzimmer-Teppich, und fertig ist das Traumwochenende.
Da kann man nur sagen: jeder, der nicht mit AFS weg war, ist selber schuld :P
if I could start again
a million miles away
I would make you hurt
I would find
a way
Manche mögen das routinemäßig durchziehen, aber ich zumindest finde vier Tage hintereinander Durchfeiern ziemlich arg. Es darf jedoch behauptet werden, dass derartige Tätigkeiten nach den vorangehenden strapazigen Wochen durchaus gerechtfertigt sind. Das waren also:
Insbesondere die Heim-Weihnachtsfeier war ein Erlebnis für sich, sie hat mich wieder mal auf meine emotionelle Fragilität aufmerksam gemacht. Ohne dass die Party selber öd war oder die Leute schlecht gelaunt, bin ich mir nämlich die ganze Zeit wie ein Außenstehender vorgekommen - physisch bin ich präsent, gelegentlich rede ich ein, zwei Worte mit diesem oder jener, aber im Allgemeinen geht alles an mir vorbei. Das geht mir eigentlich öfter so, und war rückblickend gesehen auch der Grund, warum ich in der Schulzeit das Fortgehen so gehasst habe.
Jedenfalls war ich dann nach längerem Ausharren schon fast am Gehen (nach 12 Uhr, damit ich die U-Bahn noch erwische) und hatte die Jacke schon angezogen gehabt, da wurde ich unvermittelt und überraschenderweise zum Bleiben aufgefordert. Also, freundlich gefragt. Und das allein hat dann irgendwie den kompletten Abend gerettet, ich war wie ausgewechselt. Hab die Jacke wieder auf die Seite geschmissen, mich prächtig unterhalten, Bierschaum aus dem Bierschaum-Fass gezapft, und fröhlich abgefeiert bis um drei oder so. Unglaublich gut.
Fazit: Partystimmung und sonstige Glücksgefühle kann man nicht planen oder anderweitig erzwingen, sie können vom einen Moment da sein oder wieder weg. Und das wirklich Positive an Weihnachten ist auch nicht das Feiern am Heiligabend oder gar die Geschenke (urks! Einkaufsstress!), sondern die allgemeinen Nettigkeiten des gemeinsamen Zeitnehmens mit der Familie, und natürlich die Weihnachtsferien :)
Viele Leute haben ja gar keine Ahnung, wie manch beiläufig Gesagtes über das Glück oder Unglück einer anderen Person bestimmen kann. Mit den richtigen Worten ist es genauso leicht, jemandem die Stimmung in den Keller zu hauen wie auch den Abend zu retten. Und die unerwartet erfreulichen Dinge sind immer die schönsten.
Wohlstand ist jedenfalls für das Glücklichsein kein Faktor, irgendwann pendelt sich alles Gleichbleibende auf einem Standard-Glücksniveau ein. Ich würde meinen, dass sich der allgemeine Glückszustand verschiedener Leute nur dadurch unterscheidet, wie hoch die Schwankungen zwischen Glück und Unglück sind, und der allgemeine Grundpegel total irrelevant ist.
Hm... von Party-Kurzberichten zu pseudo-philosophischen Abhandlungen? Jaja, das gibts nur im Jakoblog!
Ich: "Manu! Manu! Ein Statement! Bitte, ein Statement."
Manu: "Im Klo is a Spiegel."
~ Manu, auf die Frage nach dem Erscheinungsbild des frisch erhaltenen Punktes auf meinem Kopf

(Hintergrund: Gestern war 40er-Feier meines einzigen Cousins. War lustig!)
Die Osterferien haben also offiziell angefangen, und wie man im letzen Blog-Eintrag unschwer erkennen konnte, bin ich soweit ganz zufrieden mit dem, was ich so zusammengebracht hab.
Die letzte Zeit im Heim vor der Abreise, also Freitag Abend und Samstag Früh, hat mir eher nicht zugesagt. In der (direkt vor meiner Zimmertür befindlichen) Heimküche war ein lautstärkemäßig deutlich vernehmbares Festl im Gange, und das war mir durchaus sehr unangenehm. Mit Rock- und Punkmusik im Dauerlauf, mit diversen Leuten, die manchmal vor die Küchentür gegangen sind, um sich weniger nette Dinge zu sagen, und vor allem mit einem Haufen Leute, die nicht oder nur ziemlich indirekt zur Stockgemeinschaft gehören.
Fast möchte ich sagen, es war das erste Mal, wo ich mich nicht in die Küche getraut hab: das war nicht die Gesellschaft, in die ich mich die ganzen Jahre eingelebt hatte. Das war nicht mein Stock. Mein Stock genießt mit Stil. Mein Stock feiert durchaus die Nacht durch, aber in der Früh ist die Küche wieder still und friedlich, wenn auch manchmal verwüstet. Parties gehören in die Nacht, und etwaige von außerhalb kommende Besucher sollen entweder wieder dort sein, von wo sie kamen, oder den Brachialmodus vom Vorabend nach dem Aufstehen wieder ablegen.
Fehlanzeige. Die Werbegeschenk-Müsliriegel, die ich vor meiner zweiwöchigen Ferienreise noch der Stockgemeinschaft spendieren wollte und vor die Küchentür gelegt hatte, weil ich selbige nicht betreten wollte, waren ein paar Minuten später an den hinteren Rand des Gangs gekickt. Samstag, 11:00, mit Verlaub. In meinen vor die Zimmertür gestellten Plastikmüllkübel wird rücksichtslos eine Kartonpackung hineingestopft. Und das Gegröhle und die laut aufgedrehte Musik geht bis halb eins ohne absehbares Ende weiter. Kurz, das alles hat mich so angeekelt bzw. verschreckt, dass ich das Heim ohne Frühstück verlassen hab.
Nicht, dass ich nicht ein paar Stimmen eh gekannt hätte, die mir sonst auch untertags in der Küche unterkommen. Aber die Wandlung vom zivilisierten heiteren Beisammensein zur rücksichtslosen Rowdytruppe hat mich arg mitgenommen. Mit Sicherheit ärger als den Didi, der beim Heimkommen von seinem (Real-)Rollenspiel-Wochenende eine ziemlich verwüstete Küche vorgefunden hat.
Das Heim ändert sich. Die Stockgemeinschaft ist dabei, sich in zwei Gruppen zu teilen, und ein guter Teil der Leute, die das Heim für mich ausmachen, sind kurz vorm Fertigwerden.
Die Zeiten, in denen ich am Heim und seinen Bewohnern hänge, neigen sich dem Ende zu, wie auch das Ende meines eigenen Studiums in nicht mehr allzu weiter Ferne liegt. Zeit, nach einem Plan B Ausschau zu halten.
Gestern war durchaus ereignisreich. Es begann in Oberpullendorf (tm), und dort endete es auch wieder.
Erste Samstags-Aktivität: Reparieren des automatischen Taglichts.
Eigentlich hatte ich es so einstellen lassen, dass es sich immer beim Starten der Zündung einschaltet, aber irgendwann hat es getrotzt und sich nur mit normalem, manuellem Einschalten zum Leuchten bewegen lassen. Das hatte ich schon reparieren lassen. Und vor geraumer Zeit: der gleiche Fehler. Nunja, der VW/Porsche hat ein Kabel getauscht (auf Kulanz bzw. Garantie, selbstredend) und behauptet, das müsse die Fehlerquelle gewesen sein. Also sollte es ab jetzt nicht mehr ausfallen.
Leichte Ironie des Schicksals, dass es beim Heimkommen grade eine ZiB spielt, in der berichtet wird, dass die verschiedenen Politiker wieder über die Abschaffung des Tagfahrlichts diskutieren. Weil es 300 Tonnen zusätzlichen CO2-Ausstoß verursacht, und vielleicht doch keine Verbesserung der Sicherheit bringt. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die Reparatur zunächst mal bleiben lassen :-}
Zweite Samstags-Aktivität: Emil holen
Der hat grad seine Skiwoche hinter sich, und war um halb 3 aus Oberpullendorf (again!) zu holen. So wie's ausschaut, war selbige gar nicht schlecht, auch wenn ein paar Lehrer etwas gemein zu ihm waren und die drei Halbstarken aus seiner Klasse das mitgenommene Erste-Hilfe-Tape spaßhalber aufgebraucht haben. Um 6 Uhr hatte er dann auch gleich Generalprobe fürs heutige Frühjahrskonzert des Musikvereins.
Dritte Samstags-Aktivität: Feuerwehrübung
War ganz witzig. Die Problemstellung war, beim Innenausstatter Pötzl einen Brand zu löschen und dabei noch zwei als Strichmaxerl markierte Säcke aus der verrauchten Lagerhalle zu retten. Ich hatte die Ehre, endlich einmal auszuprobieren, wie es ist, wenn man mit einem C-Schlauch gegen den Wind spritzt. Lustig! :-P
Vierte Samstags-Aktivität: Kegeln / Fortgehen
Zusammen mit dem Reiner, der Mone und dem Hartl war ursprünglich geplant, beim Kurz kegeln zu gehen. Dort (und in seiner Lutzmannsburger Außenstelle ebenfalls) waren allerdings alle Bahnen besetzt, weshalb wir die Alternativlösung in Anspruch nahmen. Wer von euch weiß noch nicht, dass es beim Strommer ebenfalls Kegelbahnen gibt? Jetzt wisst ihr's jedenfalls.
Nach ca. einer Stunde Kegeln (ich war einmal nicht Letzter! :) war damit dann Schluss, und es folgte noch ein Abstecher ins Ex, weil dort des Hartls Silke zugegen war. Dort sind wir allerdings auch nicht lang geblieben; Reiner und Mone schwanden heimwärts, während Hartl und ich noch einen Sprung ins Blow up schauten. Als Autofahrer leider wenig flüssig, aber was solls.
Nunja, das Beste hat sich der Tag ganz bis zum Schluss aufgehoben: wie wir so durch Großwarasdorf in Richtung Horitschon düsen, macht mich der Hartl darauf aufmerksam, dass mein rechter Außenspiegel ziemlich demoliert ist. Da hat dem Auto die parkplätzliche Nähe zum Subway doch nicht so gut getan. Wird wahrscheinlich nicht weiter schlimm sein - laut Hartl'scher Schätzung kommt so ein Spiegel nur auf ca. 30 Euro, und sonst hat das Auto keinen Kratzer - blöd nur, dass ich schon am Vormittag beim VW/Porsche war, sonst hätte ich mich da gleich schlauer machen können.
Der von Vaters Seiten vorgeschlagene Besuch bei der Pullendorfer Polizei war dann auch eher überflüssig, da ist die Zeit fast zu schade drum, um sie wegen so einer Kleinigkeit nervigen Administrativa zu widmen.
Alles in allem aber ein erfolgreicher Tag, das reicht mir wieder für ein paar Tage Motivation. Und jetzt dann noch den Emil beim Frühjahrskonzert anhören, dann kann's wieder nach Wien gehen.
...und ich bin schon wieder in Wien. Mit jeweils einem Termin morgen und übermorgen und einem Haufen Sachen zu erledigen.
Eigentlich wollte ich ja schon gestern herauf fahren, stattdessen hab ich mich aber auf die wichtigen Dinge des Lebens besinnt (?) und Fire Emblem für den Gamecube endlich durchgespielt. Weil ich mir zum Computerspielen im vergangenen Jahr eher weniger Zeit genommen hab (wie auch die Jahre davor, äh...) und mir Fire Emblem mit meiner "genieß-das-Spiel-und-mach-es-perfekt"-Attitüde sagenhafte 85 Stunden Spielzeit abverlangt hat, hab ich es also nicht ganz in einem Jahr geschafft. (Wir haben es seit den vorigen Weihnachten.) Damit liege ich deutlich hinterm Felix, aber um Welten vorm Emil :D
Ja, und, Silvester war auch fein. Zuerst waren wir beim Zach Andi, wo dem Gulasch-Essen, Kartenspielen und Pokern ausgiebig gefrönt wurde, bis wir uns dann auf den Weg zum Teich gemacht und dort um punkt Mitternacht die ca. 10 Raketen abgefeuert haben. Dann noch eine Weile zu Felix, Ralf, Peda & Co. ins Tennis-Clubhaus, wo die größte Party der Geschichte offensichtlich schon aus war, und um 4, 5 herum schließlich ins Bett.
Ich bin schon um dreiviertel 12 aufgekommen, im Gegensatz zu meinem schläfrigen Bruder, der's erst um 14 Uhr geschafft hat.
Also, wichtige zu erledigende Dinge:
Frohes neues Jahr! Auf dass es mindestens so gut wird wie das letzte :)
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