Personal

Everything that directly relates to myself.

Reihenfolge

Zuerst kommt die Heiterkeit. Dann kommt das Verlangen. Dann kommt die Depression, gefolgt von zwangsläufiger Wurschtigkeit, welche unmittelbar die Besserung zur Folge hat. Anschließend wieder von vorne anfangen, und ad infinitum wiederholen.

Swivel Music

Es gibt wenig, was so erfüllend ist wie ein gelungenes Konzert. Speziell dann, wenn du im Vornhinein nicht weißt, ob alles hinhauen wird oder die Zuhörer (und Bandmitglieder) nachher hinter deinem Rücken lästern werden. Umso lässiger, wenn's dann tatsächlich gut geht.

Spielen mit Swivel Music ist eine ständige Herausforderung, weil ich keine Ahnung hab was auf mich zukommt - das einzige Kriterium ist die eigene spontane Kreativität und die Koordination mit den anderen Musikern. Das finde ich jedes Mal aufs Neue schwierig (und ich könnte mich birnen für all meine Versäumnisse), aber dadurch bleiben die Konzerte auch jedes Mal spannend und der Adrenalinspiegel hoch. Ich liebe hohen Adrenalinspiegel bei spannenden Konzerten, es gibt kaum Besseres.

Jammerschade, dass das nächste Konzert von Swivel Music (yay! wir gehen in die Verlängerung!) erst im März ist, und selbst da werd ich voraussichtlich nicht da sein. Ein halbes Jahr warten aufs nächste Konzert? Oh noes! ;-)

AFS - Another Fat Student

Echt jetzt, es geht doch nichts über ein Party-Wochenende mit Übernachtung in der höchst eigenen Wiener Wohnung. Der Felix weiß auch, wo er motivierte Leute daherkriegt: nämlich von überall aus der Welt, eingeflogen nach Österreich mit AFS. Formell angesetzt als Treffen der im Burgenland einquartierten Austausch-Schülerinnen und -schüler, und zur Verabschiedung derjenigen, die schon nach diesem ersten Trimester wieder nach Hause müssen. Solche Treffen im mittelgrößeren Rahmen haben außerdem den angenehmen Effekt, dass sie bei den richtigen Rahmenbedingungen quasi von selber gut werden - einfach zurücklehnen, dem Flow hingeben und genießen. Mmmh.

Zum Genießen war ja auch Einiges dabei: eine kurze Klettertour auf den rechten Turm vom Stephansdom (da war ich schon ewig nicht mehr; kurz deshalb weil wir erst 18 Minuten vor Schluss hinauf sind), Besuch bei den Christkindlmärkten am Rathaus und am Spittelberg (die Saison ist wieder eröffnet!), zu Hause dann original italienische Spaghetti (original, weil von zwei original Italienerinnen zubereitet), und in der Früh - oder eigentlich den ganzen Vormittag - feinste Waffeln aus dem Waffeleisen. Das macht natürlich Stimmung. Man addiere Musik, Chaos, einen Geburtstag und Schlafsäcke aufm Wohnzimmer-Teppich, und fertig ist das Traumwochenende.

Da kann man nur sagen: jeder, der nicht mit AFS weg war, ist selber schuld :P

Ubuntu liebt dich

Und mich auch! Gerüchten zufolge soll nicht nur in der neuen Version "Intrepid Ibex" (unerschrockener Steinbock) mein Suspend-to-RAM wieder funktionieren - Schande über diejenigen, die es ver(stein)bockt haben - nein, jetzt wird sogar die nachfolgende Release mit dem schönen Namen "Jaunty Jackalope" bezeichnet. Also quasi "flotte Jakilope". Wenn das mal kein Grund zur Freude ist?

The late great libido

if I could start again
a million miles away
I would make you hurt
I would find
a way

Sommersemester

Ich weiß nicht, was es ist, was das Sommersemester immer so schrecklich unproduktiv macht. Gerade eben hat es erst begonnen, aber ich spür's schon wieder kommen. Vielleicht ist es die Müdigkeit nach dem aufregenden Feber, oder das Klima, oder einfach nur Zufall.

Vielleicht bin ich aber auch gar nicht unproduktiv, sondern einfach nur ein Mangel an Fokus. Statt meine Zeit in die Sachen zu stecken, die von mir verlangt werden (Arbeit, Studium) stecke ich die Zeit in andere Dinge - väterliche Homepage-Runderneuerung, Musik in sämtlichen vier Facetten, und ganz viel Weltschmerz. Oh, und außerdem mach ich jetzt regelmäßig sit-ups und Liegestütze, das ist leichter zu praktizieren als die voriges Jahr probierten Lauf- und Radlfahr-Einheiten. Wahrscheinlich auch weniger effektiv, aber hey.

Die Ordi-Homepage ist jetzt dermaßen aufgepimpt, dass sie selbst von Nicht-Technikern in allen Bereichen problem- und gefahrlos bearbeitet werden kann, und den Soroptimistinnen helfe ich auch dann und wann mit der Wartung bzw. Konsolidierung ihrer Website. Des Weiteren hab ich in den letzten zwei Tagen seit langem wieder einmal einen richtig sauguten Song geschrieben - das hatte ich schon lange nicht mehr, und kommt meistens dann vor, wenns mit mir bergab geht. (Die beste Musik wird immer dann geschrieben, wenn es den Musikern richtig dreckig geht - bestes Beispiel: The Fragile von den Nine Inch Nails.) Vielleicht der beste Song, den ich jemals geschrieben habe, und diesmal sogar mit Text, der sich herzeigen lassen kann.

Gestern war ich dann auch noch im Kino (seit längerem wieder mal) und hab mir zusammen mit Stefan und Mertl Andi - der jetzt übrigens als Consulter tätig ist und nach Deutschland pendelt - den neuen George-Clooney-Film angeschaut. "Michael Clayton". Gutes Zeug, selbst wenn der Stefan bei Clooney-Filmen immer einschläft (versteh ich eh nicht, wie er das zusammenbringt). Die Frage ist, wer sind die anderen Leute, die wie von einer unsichtbaren Macht in augenscheinlich unvernünftige Zusammenhänge gerufen wird, und dem Ruf folgt? Wie finde ich die Gleichgesinnten und etwas, das alles das wert ist? Hat es überhaupt einen Sinn, nach einem Sinn zu suchen? Hat es einen Sinn, nach irgendwas aktiv zu suchen, wenn ja, wie? Wie viel Ignorieren des gesunden Verstands ist zweckmäßig, und wo sollte man ihn doch behalten?

Ich weiß nicht, ich bin gewissermaßen verzweifelt. Ich weiß auch nicht genau, wie ich es definieren soll... es ist nicht die traditionelle Verzweiflung im Sinne von "ich weiß keinen Ausweg" oder so; im Gegenteil, ich hab Pläne und gute Ideen en masse. Ich finde nur im Moment wieder mal nicht die Motivation, alles das umzusetzen, und das macht mir zu schaffen - zu dem Punkt hin, dass viel weniger geht als ohne alle diese Aufgaben. Ein bisschen Druck treibt mich zu enormer Produktivität, aber ein Haufen Druck verkehrt ebendiese ins genaue Gegenteil.

Ist also die Frage, wann ich mich wieder fange und die allgemeine Begeisterung, die ich vor zwei, drei Wochen noch ständig mit mir trug, wieder finde. Nicht ob, sondern wann. Eigentlich bin ich ja froh, dass es doch noch so etwas wie Höhen und Tiefen gibt. Ich bin auch froh über jeden unvernünftigen Fehler, den ich mache. Ich will einfach nur fühlen, dass ich lebe. Das geht im Übrigen am besten, wenn ein unerwartetes Ereignis einen aus dem Gefühlstief reißt.

In diesem Sinne, mögen sich viele weitere unerwartete Ereignisse häufen (wie im Februar eigentlich öfters der Fall war) und mögen ein paar davon richtig umwerfend gut sein. Jau!

P.S.: Email-Benachrichtigung geht zurzeit nicht, die muss ich wieder zum Laufen bringen.

Gedankenspiel

Du stehst vor einer Entscheidung. Wenn du dich dafür entscheidest, ist es entweder:

  • verdammt gut und wichtig, oder
  • eine riesige Dummheit.

Der Punkt ist, dass du es im Vornhinein nicht weißt, und vielleicht sogar im Nachhinein nicht wissen wirst. Wenn du dich dagegen entscheidest, bleibt alles wie es ist, bzw. ohne dein Mitwirken passieren würde.

Wofür entscheidest du dich? Wenn möglich mit Beispiel, das auf dich zutreffen würde oder schon mal zutraf.

(Anmerkung: Ich stehe nicht vor dieser Entscheidung. Ihr müsst mir nicht helfen. Mich würde nur interessieren, wie Leute auf solche Situationen reagieren.)

Semesterferien, die spannendste Zeit im Jahr (Teil 1)

Es is ja echt arg, was da zurzeit so alles passiert. Ein kurzer Übersichts-Bericht, in keiner speziellen Reihenfolge.

Karv'n in Kärnten

Angefangen hat's mit dem wahrscheinlich gemütlichsten (und dennoch gut ausgenutzten) Skiurlaub, den ich je bestritten habe - dank Flo, Mani und Felix konnten wir bis spät in die Nacht pokern, uns dabei mit den ebenfalls partymäßig aufgelegten Deutschen unterhalten, waren dann um halb 12 bis halb 1 irgendwann auf der Piste und sind trotzdem sämtliche Skipisten in Bad Kleinkirchheim und St. Oswald gefahren.

Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Felix seine magischen Künste als Wettergott wieder voll ausgenutzt hat und Kleinkirchheim bereits am ersten Tag von einer braunen Herbstlandschaft ausgehend in einen Haufen weißen Schnee getunkt hat. Der dann die Woche über geblieben ist! Selten so viel Schnee in Bad Kleinkirchheim gesehen.

Was den Urlaub außerdem sonst noch von anderen solchen hervorhebt, ist die Gastgeberfamilie Fauland, die tatsächlich alles dran setzt, das man sich in ihrer kleinen Pension (Sonnleit'nhof) heimisch fühlt. Inklusive unvernünftigem Bier- und Schnapskonsum mit dem Sohn des Hauses, hihi :D

Jakob live!

Sehr richtig, es hat mich wieder zu sehen gegeben - und zwar im edelsten aller Lokale, dem altehrwürdigen Wiener Jazzclub Porgy & Bess. Zugegebenermaßen waren wir nicht am Hauptabend dran, sondern als "Midnight Special", was aber der Exklusivität keinen Abbruch tut... im Gegenteil, das hat uns ein jugendlicheres Publikum beschert, das unsere Musik zu schätzen wusste.

Und die war tatsächlich sehr steil. Der Abend im Porgy war nur der erste von insgesamt vier geplanten, und als solches auch die erste Inkarnation eines komplett neuen Kollektivs. Die Musiker sind alle aus dem Dunstkreis des südburgenländischen Kulturvereins Limmitationes (ich auch, obwohl kein Südburgenländer), quasi eine bunt durcheinandergewürfelte Supergroup aus großteils jazz-affinen Spitzenmusikern: vier Schlagzeuger, zwei Bassisten, ein Trompeter, zwei DJs (einer davon auch als französicher Rapper aktiv), ein Funk-Vokalist, eine Videokünstlerin, und ich. Lässige Partie :)

Ja, wir haben das Porgy gerockt. Die Sessel, die bei der "Vorband" (hihi) noch den ganzen Raum bedeckten, waren bei uns auf die Seite geräumt, so dass genug Platz zum Abtanzen gegeben war - und der wurde auch genutzt! Spätestens ab dem Teil, wo sich die vier Schlagwerker gleichzeitig ein unglaublich gute Groove-Attacke gegeben haben, war die lechzende Meute nicht mehr zu halten und okkupierte von da an die Tanzfläche. Hervorhebenswert auch der chinesische Botschafter, der sich ebenfalls eingefunden und die volle Dröhnung gegeben hat. (Seine Dirigierversuche wurden allerdings von uns nicht umgesetzt.)

Mehr als zwei Stunden Spielzeit also, und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Abend ein voller Erfolg war. (Zitat Luk: "So vü Leit hob i überhaupt no nie in der Midnight Session gseng.") Man bleibt gespannt auf den Mitschnitt!

Vorweihnachtliche Dauerpartyzeit

Manche mögen das routinemäßig durchziehen, aber ich zumindest finde vier Tage hintereinander Durchfeiern ziemlich arg. Es darf jedoch behauptet werden, dass derartige Tätigkeiten nach den vorangehenden strapazigen Wochen durchaus gerechtfertigt sind. Das waren also:

  • Dienstag: Dritte Wohnungseinweihung in der Sedlitzkygasse, diesmal mit meinen Arbeitskollegen. (Die Woche davor war Horitschon & Umgebung dran, und vor jener Partie waren auch schon meine ehemaligen Heimkollegen da.)
  • Mittwoch: Weihnachtsfeier im B2-Heim. Ursprünglich war die oben erwähnte Dienstagsfeier für Mittwoch angesetzt, aber durch eine glückliche Verschiebung konnte ich auch zu dieser hier gehen.
  • Donnerstag: AFS-Kochabend, vom Felix organisiert. Netter Abend - wieder haufenweise zu reinigendes Geschirr, aber dafür hab ich ein paar neue nette Leute kennengelernt. Was zu erwarten war, da ja AFSer von Haus aus nette Leute sind.
  • Freitag: Firmen-Weihnachtsfeier im Linzer Büro, inkl. Übernachtung in Asten (nicht weit weg von Linz), beim Klaus, dem Mastermind der Firma. Dort haben wir "Wiener Partie" die ebenfalls an einem zusammenhängenden Projekt arbeitende Linzer Diplomanden-Gruppe kennengelernt. Nette Leit, netter Abend, und da ich einen guten Ruf zu verteidigen hatte, bin ich konsequenterweise nach Mitternacht wieder mal in den altbewährten Schlafzustand gefallen - beim Fortgehen in der Bar, versteht sich. Den hatte ich in letzter Zeit allerdings eh selten.

Insbesondere die Heim-Weihnachtsfeier war ein Erlebnis für sich, sie hat mich wieder mal auf meine emotionelle Fragilität aufmerksam gemacht. Ohne dass die Party selber öd war oder die Leute schlecht gelaunt, bin ich mir nämlich die ganze Zeit wie ein Außenstehender vorgekommen - physisch bin ich präsent, gelegentlich rede ich ein, zwei Worte mit diesem oder jener, aber im Allgemeinen geht alles an mir vorbei. Das geht mir eigentlich öfter so, und war rückblickend gesehen auch der Grund, warum ich in der Schulzeit das Fortgehen so gehasst habe.

Jedenfalls war ich dann nach längerem Ausharren schon fast am Gehen (nach 12 Uhr, damit ich die U-Bahn noch erwische) und hatte die Jacke schon angezogen gehabt, da wurde ich unvermittelt und überraschenderweise zum Bleiben aufgefordert. Also, freundlich gefragt. Und das allein hat dann irgendwie den kompletten Abend gerettet, ich war wie ausgewechselt. Hab die Jacke wieder auf die Seite geschmissen, mich prächtig unterhalten, Bierschaum aus dem Bierschaum-Fass gezapft, und fröhlich abgefeiert bis um drei oder so. Unglaublich gut.

Fazit: Partystimmung und sonstige Glücksgefühle kann man nicht planen oder anderweitig erzwingen, sie können vom einen Moment da sein oder wieder weg. Und das wirklich Positive an Weihnachten ist auch nicht das Feiern am Heiligabend oder gar die Geschenke (urks! Einkaufsstress!), sondern die allgemeinen Nettigkeiten des gemeinsamen Zeitnehmens mit der Familie, und natürlich die Weihnachtsferien :)

Viele Leute haben ja gar keine Ahnung, wie manch beiläufig Gesagtes über das Glück oder Unglück einer anderen Person bestimmen kann. Mit den richtigen Worten ist es genauso leicht, jemandem die Stimmung in den Keller zu hauen wie auch den Abend zu retten. Und die unerwartet erfreulichen Dinge sind immer die schönsten.

Wohlstand ist jedenfalls für das Glücklichsein kein Faktor, irgendwann pendelt sich alles Gleichbleibende auf einem Standard-Glücksniveau ein. Ich würde meinen, dass sich der allgemeine Glückszustand verschiedener Leute nur dadurch unterscheidet, wie hoch die Schwankungen zwischen Glück und Unglück sind, und der allgemeine Grundpegel total irrelevant ist.

Hm... von Party-Kurzberichten zu pseudo-philosophischen Abhandlungen? Jaja, das gibts nur im Jakoblog!

Quote of the day

Ich: "Manu! Manu! Ein Statement! Bitte, ein Statement."
Manu: "Im Klo is a Spiegel."

~ Manu, auf die Frage nach dem Erscheinungsbild des frisch erhaltenen Punktes auf meinem Kopf

(Hintergrund: Gestern war 40er-Feier meines einzigen Cousins. War lustig!)

Über die Freuden der emotionalen Verwirrtheit

Nie war das Leben interessanter!

Ich träume viel und komisch, geh gern fort, bin die elterliche Abhängigkeit leid und fühle stark aber undefiniert. Und ich freu mich wie ein Kind darüber.

Könnte es sein, dass ich endlich im Teenagerstadium angelangt bin? :-P

Wer will mit nach Barcelona? [UPDATE]

Was ich eh kaum noch erwähnt hatte, ist die Drupal-Konferenz, die nächste Woche in Barcelona stattfindet. Dort fahr ich mit meiner Firma zusammen hin, und wir werden uns alle von vorn bis hinten mit Drupal-bezogenen Vorträgen eindecken. (Siehe auch das Programm, da bleibt vor lauter interessanten Sachen kaum Zeit zum Mittagessen.) Los gehts am Dienstag, den 18.9., und zurück kommen wir dann am 23.9., also Sonntag.

[UPDATE] Das ursprüngliche Angebot, dass noch eine(r) billig nach Barcelona mit kann, muss ich leider widerrufen, weil sich nämlich der Flug nicht umbuchen lasst. Sorry, schade, aber da kann man dann irgendwie doch nix dagegen machen. Wer in der Zeit allerdings zufällig eine Stätte zum Wohnen in Barcelona braucht, ist herzlich eingeladen zu uns zu ziehen. Ok, ziemlich unwahrscheinlich.

Ich werd trotzdem eine lässige Zeit drüben haben! Yay! Meine erste DrupalCon!

Ah, eins noch

Zusätzlich zum vorigen Blogeintrag gibts außerdem noch zwei Dinge, die nicht computerbezogen sind, welche ich aber nichtsdestotrotz unbedingt anbringen muss:

  • Ein wahnsinnig guter Fund zum Thema "aibohphobia" (der irrationalen Angst vor Palindromen), den müssts ihr euch unbedingt anschauen. Kurz, und extrem lustig.
  • Weiß irgendwer eine gute Tanzschule? Ich muss nämlich unbedingt mit der Mone einen Tanzkurs machen, aber der Emil rät mir vom Zacky (im Mittelburgenland agierender, diverse Ortschaften besuchender Tanzlehrer) ab. Wenn ihr irgendmal was Gutes in der Richtung gehört habts, bitte unbedingt per Blog-Kommentar, per Telefon oder gar mittels persönlichem Gespräch an mich weiterleiten!
    (Zwei andere, hier ungenannt bleiben sollende Brüder kriegen sowas ja inzwischen von der Schule spendiert - trotzdem kann mein Rückstand in punkto Tanzkünste auf Dauer nicht ein solcher bleiben! Danke also nochmal an die Mone für die Anregung, und jetzt müssen wir das wirklich mal angehen.)

Bei dieser Gelegenheit fallt mir übrigens grad auf, dass ich in normalen Blogeinträgen ziemlich oft Aufzählungspunkte verwende, während solche in Newsposts fast überhaupt nicht vorkommen. Hm. Naja. Macht ja nix!

Goodness, contd.

Die Ferien in ihrer derzeitigen Form lassen sich einfach nicht unterkriegen. Mit Verlaub, ich wage zu behaupten dass ich noch nie so gute Ferien hatte wie die gerade aktuellen. Ihr wollt Beispiele? BEISPIELE wollt ihr? Bitteschön!

Dienstag

Der Universitäts-Assistent mit dem lustigen Namen, Amin Anjomshoaa, sagt mir per Email quasi für ein Praktikum zu. Ist noch nicht ganz fix, aber so gut wie. Das nette dabei ist, dass ich während des Praktikums dann an etwas arbeiten kann, das eine Erweiterung für mein (interessantes und mittlerweile erfolgreich abgeschlossenes) Google-Summer-of-Code-Projekt darstellt. Dem nicht genug, krieg ich dann ca. die Hälfte des Praktikums von meiner Firma als reguläre Arbeitszeit bezahlt, weil selbiges Projekt auch in deren Interesse liegt.

Apropos Firma: Hab ich schon erwähnt, dass ich seit knapp zwei Wochen echte kommerzielle Visitenkarten hab? Dürften ca. 300 Stück sein, mit Pro.Karriere-Logo und meinem Namen inkl. Position ("Entwickler", yay), vorne Englisch und hinten Deutsch. Oder umgekehrt, je nachdem.

Mittwoch

Seit längerem wieder ein Abend voller Bierkonsum im Känguruh, mit meinen netten (Ex-)Heimstockis. Obwohl ich eineinhalb statt nur einer Stunde zu spät gekommen bin (ÖBB! ÖBB!) hat die Christine extra noch auf mich gewartet, um sich gleich darauf auf den Heimweg zu machen. Sehr positiv! Beim Bier selber war ich dann so schnell, dass ich die ganzen Gemütlichkeitstrinker mengenmäßig fast noch überholt hätte. Ist sich dann aber wegen der letzten U-Bahn nicht mehr ausgegangen. Selbige hab ich dann auch nicht mehr ganz erwischt, und die Nightline hat auch einen leicht suboptimalen Fahrplan, so dass ich im Nieselregen nach Hause gestapft bin. Jedoch, durch sowas lasst sich ein Jakob natürlich nicht unterkriegen! Den Felix hab ich dann übrigens nicht aufgeweckt, weil er eh noch vorm Computer gewerkelt hat.

Donnerstag

Da ich am Vortag vergessen hatte, dem Felix die ihm mitgebrachten Unterlagen für die neue Wohnung zu überreichen (Bierkonsum, und stuff) und er am nächsten Tag schon auf ist, als ich noch bärig vor mich hingeschnarcht hab, erforderte die Situation ein persönliches Vorbeischauen in die Wohnung. Die Küche war grad am Beginn ihrer Errichtung, und auch sonst ist die Wohnung sehr lässig. Bis auf schlampiges Arbeiten insbesondere vom Fliesenleger, aber auch ein bisschen vom Maler.

Weil sowohl der Felix als auch ich einen Haufen Sachen zu tun hatten (Felix: lernen für die Englisch-Diplomprüfung am Montag, ich: arbeiten für die firmeninterne Projektmanagement-Website), wussten wir nichts Besseres zu tun als uns in aller Seelenruhe einen Kinoabend zu buchen. Dass der Felix wieder zu Hause ist, hat auch seine guten Seiten (wenige, aber doch): endlich ist nämlich wer da, mit dem man sich den neuen Tarantino, "Death Proof", vernünftig anschauen kann. Wie bei jedem guten Tarantino zu erwarten, war der Film eine äußerst gelungene Mischung aus Action, Blut, Humor (noch mehr als sonst immer) und einer großen Portion Scheißdrauf. Der Schluss war zum Kugeln. Göttlich.

Freitag

Das wöchentliche Firmen-Freitagsmeeting war diesmal schon um 11 statt um 1 Uhr angesetzt, weil wir nämlich danach einen Ausflug ins Metalab gemacht haben. Das ist ein Verein genauso wie eine Lokalität neben dem Wiener Rathaus, wo sich ein paar Computermenschen einen gemütlichen Platz gemacht haben und wo immer wieder was passiert. So Leute mit ähnlichem Interessenskreis wie ich: Hackerethik, privacy, security, open source, sowas in die Richtung. Womit man natürlich annehmen kann, dass ich mich dort wohlgefühlt haben sollte wie der Pudel im Wasserbett, und genauso war dem dann auch!

Es gab am Freitag einen Vortrag zum Thema "Semantic Desktop" (inkl. dessen Grundlagen vom Semantic Web), und der lief aber sowas von chaotisch ab: der Vortragende (Leo Sauermann) ein forschender Fachkaliber europäischer Güteklasse, der unter anderem das auch in KDE 4 umgesetzte Nepomuk-Projekt initiiert hat - ließ sich aber immer wieder durch diverse Vorkommnisse ablenken. Auszug aus dem lustigen Irritationsprotokoll:

  • Ein Freund / Arbeitskollege (der Cedric) kommt nach Beginn des Vortrags rein und bringt dem Leo eine Geburtstagskarte mit (weil der Leo grade den dreißigsten Geburtstag gehabt hat), nicht ohne jedoch vorher darüber zu lästern, dass der Vortrag auf Deutsch ist, während der Cedric zwar einwandfreies Englisch, jedoch kein Deutsch spricht. Auf der Geburtstagskarte ist ein Post-it von seinem Dissertationsbetreuer (Prof. Mehdi Jazayeri von der TU), der da schreibt: "Hello Leo! Where is your thesis? Mehdi." Dann geht der Vortrag weiter.
  • Der Leo meint, dass er kurzfristig jemanden anrufen muss. Sagt ihm per Telefon, dass er die Zusammenarbeit sehr genossen hat, und wünscht ihm alles Gute. Danach erklärt er, dass der Angerufene drei Jahre mit ihm gearbeitet hat und grade den letzten gemeinsamen Arbeitstag hinter sich gebracht hat. Der Vortrag geht darauf weiter.
  • Nach nicht allzu langer Zeit kommt seinerseits ein Telefonat herein. Darauf klatscht der Cedric laut, die anderen (ich auch) klatschen mit, und der Raum beginnt zu gröhlen. Der Leo hält das Handy zu ausgewählten Jubilierern, auf dass man auf der anderen Seite die Klatsch- und Schreigeräusche auch gut hören kann, und drückt dann ab. Der Vortrag geht weiter.
  • Und natürlich unzählige Fragen aus der fachkundigen Zuhörerschaft, deren Antworten vom Hundersten ins Tausenste gehen.

Kurz gesagt, eine Heidengaudi. Nach dem Vortrag gabs geburtstagsmäßig spendiertes Freibier, Chips und eine Wuzelrunde mit Criz, Cedric und noch wem, und ich hab beide Runden (bei welchselndem Spielpartner) gewonnen. Juhuu!

Samstag

Die interne Tennismeisterschaft ist in der zweiten bzw. dritten Runde angelangt, und nachdem ich die erste durch ein terminbedingtes w.o. meines Kontrahenten durchgestanden hab, darf ich in der zweiten gegen den Lazarus Josef spielen. Richtig, der Lazer Josef, welcher mich vor zwei Jahren wie nur was in Grund und Boden gespielt und danach auch noch die interne Meisterschaft gewonnen hat. Nunja, so ändern sich die Zeiten! Der Josef leidet zwar noch an den Nachwirkungen einer Athritis und spielt deshalb seit ein paar Monaten zum ersten Mal, ist aber immer noch stark. Ich hab mich offensichtlich gebessert und verhau viel weniger Bälle als vor nicht allzu langer Zeit.

Jedenfalls, ein wahnsinnig lässiges Match. Ich war so gut, dass ich fast gewonnen hätte. War dann zwar nicht (6:3, 7:5 fürn Josef), aber Menschenskind! bin ich gut.

usw. usf.

Ich könnte ewig so weitermachen. Oder zumindest bis heute, was noch drei Einträge mehr sind. Zum Beispiel ist der Stefan von der Alm und die Martina wieder aus Japan zurück, und wir kriegen in der neuen (und auch in der alten!) Wohnung ein aktioniertes chello-Breitband. Oder dass ich Zita Swoon entdeckt hab, und die sind ähnlich cool wie dEUS. Oder dass ich Samurai Champloo immer noch super finde. Oder dass ich mit Stefan und Lilly aus war und das megalomanische Ritzinger Sportzentrum zum ersten Mal gesehen hab und es einen total gemütlichen Platz zum Zusammensetzen darstellt, wenn Oberpullendorf einmal zu überfüllt und Deutschkreutz zu deutschkreutzisiert ist. Oder dass ich Geheimnisse anvertraut krieg, die ich unter keinen Umständen weitersagen darf.

Na, ist das Leben lässig? Schon, oder?

Zusammenfassend gesagt...

Meine aufrichtigsten Entschuldigungen für die zunehmends länger werdenden Blog-Pausen. Als Begründung kann ich nur eins meiner zentralen Mottos anführen: "Zeit hat man nicht, man muss sie sich nehmen".

Dabei passiert eigentlich so oft irgendwas, wo ich mir denke, "Darüber muss ich unbedingt bloggen, das ist jetzt wirklich interessant/wichtig/wasweißich!". Aber ich hab dann trotzdem nicht den richtigen Moment gefunden.

Seit meinem vorigen Blog aus Glasgow ist ja wirklich irrsinnig viel passiert (kein Wunder, es sind eineinhalb Monate vergangen):

  • Der schottische Tagesausflug zum Loch Lomond war sehr cool, wie auch der Rest der aKademy, im Großen und Ganzen also durchaus meine beste aKademy bis dato.
  • Nach der aKademy hatte ich ein, zwei Wochen Begeisterungsphase. (Also sowas, was manche andere Leute dauernd zu haben scheinen.) Ich war voll motiviert, hab jedes Eitzerl des Geschehens genossen, und sah quasi nur positive Aspekte des aktuellen Stands meines Lebens. Das Ganze ist inzwischen zwar schon wieder ziemlich abgeklungen (jetzt, da sich diverse Deadlines und Termine wieder häufen und das Studium wie ein aufziehender Sturm mit einzuhaltender Studienzeit droht), aber ein bisschen was dürfte schon hängen geblieben sein.
  • Meine Geburtstags- bzw. Heim-Abschieds- bzw. Ferien-Einstimmungs-Party war ein voller Erfolg. Es sind zwar viel weniger Leute gekommen als ich ursprünglich erhofft hätte, aber der Kern meiner Heim-Habschis war da und gut gelaunt. Grillen, Schwimmen, Saufen, Schlafen am Terassenboden, und Bowlen in Lutzmannsburg am Sonntag. Bin zufrieden mit mir, und den Michl-/Peterschen Grillkünsten.
  • Mein Erzbruder, der Felix, ist aus Argentinien zurückgekehrt. Er hat sich wie zu erwarten in Windeseile wieder in Alltag und Freundeskreis eingelebt, und hat alles voll unter Kontrolle. Mit seiner selbstsicheren Art ist er natürlich drauf und dran, meine zeitweiligen Anstrengungen seitens Unabhängigkeit vom Bruder und selber-Leute-organisieren in null komma nix wieder dem Erdboden gleichzumachen, weil jetzt natürlich alle wieder den Felix kontaktieren, wenn's irgendwas gibt. Aber es ist auch ganz cool, ihn wieder da zu haben.
  • Meine ehemalige Bandsängerin, die Lilly, ist auch wieder aus Holland zurück, wo sie eigentlich dauerhaft bleiben wollte. Ist auch schwierig, einfach so im Ausland eine sichere eigene Existenz von ganz vorn neu aufzubauen. Find ich jedenfalls super, dass sie wieder da ist, und morgen kommt sie außerdem vorbei, um sich von mir ein paar Musiksachen auszuborgen und selber ins Musik Produzieren hineinzuschnuppern.
  • Mein Google-Summer-of-Code-Projekt schreitet langsam, aber sicher dahin, und außerdem dem Ende zu. Nächste Woche ist schon die letzte, dann ist das Projekt offiziell zu Ende und es wird evaluiert, was ich alles bis dahin zusammengebracht hab. Die erste Zahlung im Juni hab ich netterweise erhalten (mit einer wohlwollenden Beurteilung meines Hauptmentors), bei der zweiten bleiben wir gespannt, wie es ausgehen wird. Vieles von dem Zeugs funktioniert, alles werd ich nicht mehr schaffen, aber es dürfte letztendlich nicht schlecht werden.
  • Gestern war ich in Slowenien (genauer: Novo Mesto, ziemlich an der Südgrenze), um mit meiner Band das erste gemeinsame Konzert seit einem Jahr zu spielen. Wir haben uns voriges Wochenende zur ersten Probe auch seit einem Jahr zusammengefunden, und überraschenderweise gehen die Stücke immer noch ziemlich gut, teilweise sogar ein Eck besser als vorher. Was nicht heißt, dass wir gestern nicht einen Haufen schwerwiegender Fehler eingebaut hätten, aber hey, sei's drum :D Das Konzert war super lässig, total zuvorkommende Organisatoren und so, und vor allem eine sehr geniale Haupt-Band (die, die nach uns gespielt hat). Wobei sowohl wir als auch die andere Band der Theorie nach eigentlich nicht die Hauptattraktion waren - das waren nämlich die Fotos vom dort stattfindenden, zu Ende gehenden Photographie-Workshop, deren Slideshow wir musikalisch begleitet haben.

Und so weiter. Hätte ich nicht so lange gewartet, es wäre ein Vielfaches dieser Kurzfassungen rausgekommen. Aber wie's halt ist, verhält sich das Verhältnis der Blogeinträge zum real life halt ziemlich indirekt proportional. Gute Ausrede, gell? Also, beim nächsten Mal muss ich dann wieder direkt hergehen und gleich bloggen, wenn es noch aktuell ist.

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