Es gibt wenig, was so erfüllend ist wie ein gelungenes Konzert. Speziell dann, wenn du im Vornhinein nicht weißt, ob alles hinhauen wird oder die Zuhörer (und Bandmitglieder) nachher hinter deinem Rücken lästern werden. Umso lässiger, wenn's dann tatsächlich gut geht.
Spielen mit Swivel Music ist eine ständige Herausforderung, weil ich keine Ahnung hab was auf mich zukommt - das einzige Kriterium ist die eigene spontane Kreativität und die Koordination mit den anderen Musikern. Das finde ich jedes Mal aufs Neue schwierig (und ich könnte mich birnen für all meine Versäumnisse), aber dadurch bleiben die Konzerte auch jedes Mal spannend und der Adrenalinspiegel hoch. Ich liebe hohen Adrenalinspiegel bei spannenden Konzerten, es gibt kaum Besseres.
Jammerschade, dass das nächste Konzert von Swivel Music (yay! wir gehen in die Verlängerung!) erst im März ist, und selbst da werd ich voraussichtlich nicht da sein. Ein halbes Jahr warten aufs nächste Konzert? Oh noes! ;-)
Ok, ok, ganz kurz. Weil ich schon wieder so lange nicht geschrieben hab. Diese Möglichkeit bietet sich aus dem seltenen Ereignis, dass ein Wochenende ganz ohne weitere terminliche Verpflichtungen tatsächlich passiert (!) und inzwischen natürlich schon wieder Stoff für drei bis fünf Blogeinträge gewesen wäre. Stattdessen also ganz kurz.
Eins: Musik, Musik
Der April war das diesjährige Monat der Konzerte, und zwar solche mit meiner Mitwirkung. In schnöder chronologischer Reihenfolge:
Plus Proben für jedes von denen, zuzüglich andere Aktivitäten wie Tennisplatz herrichten oder Feuerwehrinspizierung. Insofern hat mich das jetzige "leere" Wochenende total kalt erwischt - im wahrsten Sinne des Wortes, weil ich nämlich eh grad von einer Erkältung genese.
Zwei: Google
Die Selektier-Phase des Google Summer of Code ist vorbei, und ich hab nicht nur kräftig mitdiskutiert sondern auch einen (sogar burgenländischen) Studenten abgekriegt, den ich übern Sommer als Mentor betreuen darf. Mehr Info in der (drupal-spezifischen) Ankündigung.
Drei: Neue Frisuren
Gibts schon seit 10 Monaten, habs aber erst jetzt gesehen: "My New Haircut", auf YouTube. Das ist an sich schon witzig, aber richtig gut wird's erst durch die zig Videoantworten, die das Ganze nochmal durch den Kakao ziehen. Ich hab mir nur ein paar davon angeschaut, meine Favoriten bisher:
My New Haircut - Asian Edition,
My New Haircut - Senior Citizen Edition, und natürlich
My New Haircut - Nerd Edition.
Jägerbombs!
Es is ja echt arg, was da zurzeit so alles passiert. Ein kurzer Übersichts-Bericht, in keiner speziellen Reihenfolge.
Karv'n in Kärnten
Angefangen hat's mit dem wahrscheinlich gemütlichsten (und dennoch gut ausgenutzten) Skiurlaub, den ich je bestritten habe - dank Flo, Mani und Felix konnten wir bis spät in die Nacht pokern, uns dabei mit den ebenfalls partymäßig aufgelegten Deutschen unterhalten, waren dann um halb 12 bis halb 1 irgendwann auf der Piste und sind trotzdem sämtliche Skipisten in Bad Kleinkirchheim und St. Oswald gefahren.
Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Felix seine magischen Künste als Wettergott wieder voll ausgenutzt hat und Kleinkirchheim bereits am ersten Tag von einer braunen Herbstlandschaft ausgehend in einen Haufen weißen Schnee getunkt hat. Der dann die Woche über geblieben ist! Selten so viel Schnee in Bad Kleinkirchheim gesehen.
Was den Urlaub außerdem sonst noch von anderen solchen hervorhebt, ist die Gastgeberfamilie Fauland, die tatsächlich alles dran setzt, das man sich in ihrer kleinen Pension (Sonnleit'nhof) heimisch fühlt. Inklusive unvernünftigem Bier- und Schnapskonsum mit dem Sohn des Hauses, hihi :D
Jakob live!
Sehr richtig, es hat mich wieder zu sehen gegeben - und zwar im edelsten aller Lokale, dem altehrwürdigen Wiener Jazzclub Porgy & Bess. Zugegebenermaßen waren wir nicht am Hauptabend dran, sondern als "Midnight Special", was aber der Exklusivität keinen Abbruch tut... im Gegenteil, das hat uns ein jugendlicheres Publikum beschert, das unsere Musik zu schätzen wusste.
Und die war tatsächlich sehr steil. Der Abend im Porgy war nur der erste von insgesamt vier geplanten, und als solches auch die erste Inkarnation eines komplett neuen Kollektivs. Die Musiker sind alle aus dem Dunstkreis des südburgenländischen Kulturvereins Limmitationes (ich auch, obwohl kein Südburgenländer), quasi eine bunt durcheinandergewürfelte Supergroup aus großteils jazz-affinen Spitzenmusikern: vier Schlagzeuger, zwei Bassisten, ein Trompeter, zwei DJs (einer davon auch als französicher Rapper aktiv), ein Funk-Vokalist, eine Videokünstlerin, und ich. Lässige Partie :)
Ja, wir haben das Porgy gerockt. Die Sessel, die bei der "Vorband" (hihi) noch den ganzen Raum bedeckten, waren bei uns auf die Seite geräumt, so dass genug Platz zum Abtanzen gegeben war - und der wurde auch genutzt! Spätestens ab dem Teil, wo sich die vier Schlagwerker gleichzeitig ein unglaublich gute Groove-Attacke gegeben haben, war die lechzende Meute nicht mehr zu halten und okkupierte von da an die Tanzfläche. Hervorhebenswert auch der chinesische Botschafter, der sich ebenfalls eingefunden und die volle Dröhnung gegeben hat. (Seine Dirigierversuche wurden allerdings von uns nicht umgesetzt.)
Mehr als zwei Stunden Spielzeit also, und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Abend ein voller Erfolg war. (Zitat Luk: "So vü Leit hob i überhaupt no nie in der Midnight Session gseng.") Man bleibt gespannt auf den Mitschnitt!
Das ist richtig, ich hab eine neue Lieblingsfranzösin. Auch wenn ich die Émilie Simon immer noch super finde. (Zudem hat die in der Zwischenzeit schon wieder ein neues Album herausgebracht, das ich mir auch noch besorgen muss.)
Jedenfalls, als Resultat meiner derzeit wieder leicht verstärkten Hörtätigkeiten bin ich dem Album "Le Fil" ("Der Faden") der Camille total verfallen. Wahnsinnig gut. Sowohl die Musik als auch die Texte sind gleichermaßen emotional, blitzgescheit, kraftvoll, melancholisch und übermütig, kurzum, einfach nur umwerfend. (Wegen meinem total eingerosteten Französisch musste ich für die Texte allerdings diverse Lyrics-Seiten in Kombination mit Google Translate bemühen. Man sollte eigentlich allen Leuten Sprachen mit Themen beibringen, die sie toll finden.)
Im Übrigen bestätigt das Album wieder mal die von irgendjemand geäußerte These, dass die menschliche Stimme das für Menschen zugänglichste und emotional am meisten bewegende Instrument ist.
Zugegebenermaßen, andere Bands machen auch gute Musik: Das letzte Zero 7 Album ("The Garden") ist um Einiges besser als das vorhergehende, Zita Swoon als belgische Gitarrenband spielt in der gleichen Klasse wie dEUS, Feist ist gewohnt gut, der Samurai-Champloo-Intro-Rap (von Nujabes) sehr smooth, und vom Felix gibts demnächst Psapp und Justice, was bei kurzen Hörproben ebenfalls sehr vielversprechend klingt. Dan the Automators Album "Music to make love to your old lady by" (herausgebracht unter dem Pseudonym "Lovage") hab ich mir auch endlich angehört, und ist auch ziemlich lustig.
Am Mittwoch war ich außerdem im WUK, wo das Cinematic Orchestra aufgespielt hat. Dem Stefan hats weniger gefallen, während Felix, Pia und ich einen recht guten Eindruck mitgenommen haben. Ich darüber hinaus auch noch zwei CDs mit Unterschriften. Und mittlerweile hab ich auch kein Problem mehr damit, als zuckender Epileptiker wahrgenommen zu werden, so lange der Groove stimmt :D
Ist aber alles Krimskrams gegenüber dem Zeugs von der Camille. Ich hatte Französisch nie für eine besonders interessante Sprache gehalten, aber mit diesem Album revidiere ich meine Meinung und behaupte das Gegenteil. Ich würde jetzt noch gern ein paar mehr Superlative für "Le Fil" zum besten geben, aber ich denke, der Punkt kommt rüber.
Und während meine musikalische Affinität zu mehr Ausgewogenheit zwischen Dur und Moll tendiert, laufen die Decemberists beim Wien-und-zurück-Fahren im Auto auf und ab. Die Platte lasst sich auch irgendwie nicht unterkriegen.
Oh, und eins noch: morgen spielt Menomena im Chelsea! Ja, richtig, Menomena! (wer?) das abgefahrene Trio aus Portland, Oregon, von denen mir der Felix anno dazumal die phänomenale Debütplatte "I am the fun blame monster" mitgenommen hat. Also: Musik, Musik, Musik!
You looked like a princess the night we met
With your hair piled up high
I will never forget
I'm drunk right now baby
But I've got to be
Or I never could tell you
What you meant to me
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
You're the song that the trees sing when the wind blows
You're a flower you're a river you're a rainbow
Sometimes I'm crazy
But I guess you know
And I'm weak and I'm lazy
And I've hurt you so
And I don't listen to a word you say
When you're in trouble I just turn away
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
...ist mir nur so durch den Kopf geschossen. Hab's in den letzten paar Monaten nicht gehört, aber ein Ohrwurm sondergleichen.
Schauen, hören und genießen :-P "My Humps" auf YouTubeCan you use "Tori" as a verb? I hope so: Alanis completely Tories Fergie in this cover of "My Humps", but for the satire, not the tribute. Awesome!
Direkt in Anschluss an die Geschehnisse des letzten Blogeintrags bin ich also nach Haus ins Burgenland gefahren. Ich bin nämlich von Samstag (vorgestern) bis Mittwoch (übermorgen) als Hausbesorger eingeteilt, weil sowohl Eltern als auch Emil auf (unterschiedlichen) Urlaubsreisen sind. Sturmfrei, sozusagen.
Aus dem Nine-Inch-Nails-Konzertbesuch am Freitag ist nichts geworden, dafür hab ich beim Heimfahren noch einen Sprung in die SCS gemacht und neben einem fabelhaften indischen Mittagessen (Chicken Curry, was sonst) um annähernd den Preis einer NIN-Eintrittskarte drei neue CDs gekauft, was eh schon lang fällig war. Menomena hat der Saturn nicht gehabt (muss ich mir von irgendwo anders besorgen), dafür darf ich jetzt folgende Alben mein Eigen nennen:
Und als Sahnehäubchen konnte ich mir gestern endlich einmal einen echten Hader gönnen. Vom Stefan dankenswerterweise eingefädelt, bin ich aus meinem Burgenlanddasein noch einmal kurz ausgebrochen, um mir Hader muss weg im Audimax der Uni Wien geben zu können. Ich sag gar nicht viel dazu, weil das sollte sich eigentlich jeder anschauen, der 10 Euro aufbringen kann - und an Aufführungen mangelt es nicht, der Hader spielt das Programm alle ein oder zwei Wochen im Audimax. Unbedingt empfehlenswert. Hat mir sehr gut gefallen, und war die 10 + (2 * 8.30) + (3 + 3.40) = 33 Euro (Zugfahrt und Bier mitgerechnet) auf jeden Fall wert.
Bis dato also ein lässiger Einstieg in die Osterferien. Nach den Strapazen der letzten paar Wochen darf ich mir nun den Luxus gönnen, etliches nachzuholen, was ich aus Zeitgründen erst einmal hint'angestellt hab. Praktikum. Ico spielen. Flugticket zur aKademy und Toner für den Laserdrucker besorgen. Blumen gießen? Klavier spielen und Musik hören. Beim Osterfeuer mithelfen. Bloggen und News aufarbeiten. Und ein bisschen arbeiten für den baldigen Milestone. Alles ohne unmittelbaren Zeitdruck, nur von der eigenen Motivation getrieben.
Ich bin froh, dass ich nicht aufs einwöchige Tenniscamp mitgefahren bin, wo der Emil jetzt ist (in Kroatien) - dann hätte ich fast weniger als eine Woche Ferien. Auch wenn das reicht, um manche Dinge nachzuholen, zu denen man sonst nicht kommt, reicht es nicht, diese Dinge nachzuholen, ohne dabei in genau den gleichen Stress zu kommen, der einen während dem Studium begleitet. Im Moment finde ich die Osterferien sehr sympathisch.
Und jetzt noch einen Bissen vom Gugelhupf, den die Oma gestern vorbeigebracht hat.
Es ist fast getan. Dieses Wochenende habe ich die zwei Bälle hinter mich gebracht, deren Generalproben offensichtlich ein wohl überlegter Angriff auf Terminplanung waren. Beide Generalproben wurden nämlich am Freitag um 18 Uhr angesetzt, punktgenau der selbe Termin.
Ich entschied mich dann dafür, dass ich in der Feuerwehr-Uniform (schwarzbraun) nach Großwarasdorf zur Bigband-Probe gehe, um danach volley zur Polonaise des Bezirksfeuerwehrballs beim GH Lazarus weiter zu düsen.
Tja, die Taktik ist tatsächlich aufgegangen. Die Polonaise war (nach leichten Startschwierigkeiten, die der Felix als Hälfte des ersten Paares aber souverän umschifft hat) ein voller Erfolg, ebenso die Mitternachtseinlage (bei der ich ausnahmsweise nicht mitgewirkt habe, dafür aber beim Tragen und Ausgeben der Tombola-Treffer). Als krönender Abschluss des freitäglichen Großereignisses war dann noch die Einteilung im Ausschank vorgesehen, nämlich von 2 Uhr bis Sperrstund'. Letztere war so gegen 5, halb 6 herum, weshalb ich mir am Samstag den Schlaf bis um 12 Uhr herausnehmen durfte.
Die Schicht vom Felix war schon früher, weil der nämlich um halb 9 in der Früh mit der Feuerwehr-Fußballmannschaft (sic!) am Ritzinger-Riesensporthalle-Justizbeamten-Eröffnungsturnier teilnahm. Nein, nicht fragen :D ... jedenfalls, sie sind gegen alle Erwartungen nicht Letzter geworden. Auch nicht Elfter. Nicht einmal Zehnter. Man sollte es nicht glauben -- sie haben drei Mannschaften hinter sich gelassen und den 9. Platz geholt! Gratulation! und der Felix hat sogar zwei Tore geschossen.
Während die völlig übermüdeten Feuerwehrker also einen Überraschungserfolg einfuhren, war für mich Klavierüben angesagt. Von halb 4 bis um viertel 8, mit kurzer Pause. Als besonderes Gimmick war silbernes, äh, Band (oder?) vorgesehen, welches wir uns als Mascherl statt der Krawatte raufschnüren durften. (Das Thema des Balles war "Silbernacht". Das Mascherl war, nunja, an der Grenze zum Peinlichen.)
Die Bigband darf sich rühmen, ein eindrucksvolles Programm von sage und schreibe 32 Stücken intus zu haben, darunter mehrere mit Klaviersolo :D
Und weil wir so viel gespielt haben, wurde das Programm in drei Teile aufgeteilt, zu je ca. einer Dreiviertel- bis ganzen Stunde. Der ersten Teil gelang mir recht gut, der zweite war schrecklich, der dritte ging wieder einigermaßen. Wenn ich denke, wie gut ich mit ein bisschen mehr Üben sein könnte! Aber hey, es ist so auch gegangen. Sogar mit Bezahlung, haha.
Jaja, ich seh schon, ich soll nicht so viel schreiben, so viel lest eh kein Mensch. Kurz zusammengefasst also, alles haarige ist vorbei, jetzt nur mehr eine Abgabe, eine Prüfung, und noch eine Prüfung in der Woche drauf. Nichts, was mir noch Angst machen würde... aber dafür gibts ja andere Sachen als das Studium.
Woohoo! Das neue Album von Menomena kommt morgen raus, und lasst sich jetzt schon in voller Länge (dafür nicht ganz in CD-Qualität) gratis anhören. Was ich als trotzdem-immer-noch-Musikliebhaber natürlich nicht mache. Stellt sich nur die Frage, wo ich die CD jetzt herkrieg, und ob sie überhaupt bis nach Österreich kommt...
Kurze geschichtliche Aufarbeitung ("was bisher geschah"):
Der Felix war ja seinerzeit (wann? 2003?) in Amerika, genauer gesagt in Portland, Oregon. Hat dort ein Souvenirgeschenk für mich besorgt, und sich dieses von einem angesagten CD-Geschäft mittels Verkäuferbefragung empfehlen lassen. Ja, und die CD war das erste und bisher einzige Album von Menomena, mit dem klingenden Namen "I am the fun blame monster". Herrliches Album, würde wohl in meine Top 10 kommen, falls ich je welche machen vorzuhätte.
Das neue Album wird dann "Friend and Foe" heißen.
Ach ja, wenn euch eine wahnsinnig gute CD einfallt, die ich unbedingt hören muss, dann hinterlasst deren Namen bitte als Kommentar. Danke!
Nein, ich habe kein eigenes Konzert gehabt. Stattdessen hatte ich das Vergnügen, diverse andere zu besuchen, nämlich
Also, sehr musikalisch wieder einmal. Am besten hat mir gefallen, dass ich den ganzen gestrigen Tag ausgekommen bin, ohne den Computer aufzudrehen. Da merkt man erst, wie abhängig man von dem blöden Zeugs eigentlich ist.
Recent comments
10 weeks 4 days ago
12 weeks 6 days ago
3 years 23 weeks ago
3 years 36 weeks ago
3 years 37 weeks ago
4 years 3 weeks ago
4 years 3 weeks ago
4 years 5 weeks ago
4 years 5 weeks ago
4 years 5 weeks ago