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Braindump | Jakoblog

Braindump

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Strange outcries of weirdness from a sick mind.

Reihenfolge

Zuerst kommt die Heiterkeit. Dann kommt das Verlangen. Dann kommt die Depression, gefolgt von zwangsläufiger Wurschtigkeit, welche unmittelbar die Besserung zur Folge hat. Anschließend wieder von vorne anfangen, und ad infinitum wiederholen.

Swivel Music

Es gibt wenig, was so erfüllend ist wie ein gelungenes Konzert. Speziell dann, wenn du im Vornhinein nicht weißt, ob alles hinhauen wird oder die Zuhörer (und Bandmitglieder) nachher hinter deinem Rücken lästern werden. Umso lässiger, wenn's dann tatsächlich gut geht.

Spielen mit Swivel Music ist eine ständige Herausforderung, weil ich keine Ahnung hab was auf mich zukommt - das einzige Kriterium ist die eigene spontane Kreativität und die Koordination mit den anderen Musikern. Das finde ich jedes Mal aufs Neue schwierig (und ich könnte mich birnen für all meine Versäumnisse), aber dadurch bleiben die Konzerte auch jedes Mal spannend und der Adrenalinspiegel hoch. Ich liebe hohen Adrenalinspiegel bei spannenden Konzerten, es gibt kaum Besseres.

Jammerschade, dass das nächste Konzert von Swivel Music (yay! wir gehen in die Verlängerung!) erst im März ist, und selbst da werd ich voraussichtlich nicht da sein. Ein halbes Jahr warten aufs nächste Konzert? Oh noes! ;-)

The late great libido

if I could start again
a million miles away
I would make you hurt
I would find
a way

Gedankenspiel

Du stehst vor einer Entscheidung. Wenn du dich dafür entscheidest, ist es entweder:

  • verdammt gut und wichtig, oder
  • eine riesige Dummheit.

Der Punkt ist, dass du es im Vornhinein nicht weißt, und vielleicht sogar im Nachhinein nicht wissen wirst. Wenn du dich dagegen entscheidest, bleibt alles wie es ist, bzw. ohne dein Mitwirken passieren würde.

Wofür entscheidest du dich? Wenn möglich mit Beispiel, das auf dich zutreffen würde oder schon mal zutraf.

(Anmerkung: Ich stehe nicht vor dieser Entscheidung. Ihr müsst mir nicht helfen. Mich würde nur interessieren, wie Leute auf solche Situationen reagieren.)

Vorweihnachtliche Dauerpartyzeit

Manche mögen das routinemäßig durchziehen, aber ich zumindest finde vier Tage hintereinander Durchfeiern ziemlich arg. Es darf jedoch behauptet werden, dass derartige Tätigkeiten nach den vorangehenden strapazigen Wochen durchaus gerechtfertigt sind. Das waren also:

  • Dienstag: Dritte Wohnungseinweihung in der Sedlitzkygasse, diesmal mit meinen Arbeitskollegen. (Die Woche davor war Horitschon & Umgebung dran, und vor jener Partie waren auch schon meine ehemaligen Heimkollegen da.)
  • Mittwoch: Weihnachtsfeier im B2-Heim. Ursprünglich war die oben erwähnte Dienstagsfeier für Mittwoch angesetzt, aber durch eine glückliche Verschiebung konnte ich auch zu dieser hier gehen.
  • Donnerstag: AFS-Kochabend, vom Felix organisiert. Netter Abend - wieder haufenweise zu reinigendes Geschirr, aber dafür hab ich ein paar neue nette Leute kennengelernt. Was zu erwarten war, da ja AFSer von Haus aus nette Leute sind.
  • Freitag: Firmen-Weihnachtsfeier im Linzer Büro, inkl. Übernachtung in Asten (nicht weit weg von Linz), beim Klaus, dem Mastermind der Firma. Dort haben wir "Wiener Partie" die ebenfalls an einem zusammenhängenden Projekt arbeitende Linzer Diplomanden-Gruppe kennengelernt. Nette Leit, netter Abend, und da ich einen guten Ruf zu verteidigen hatte, bin ich konsequenterweise nach Mitternacht wieder mal in den altbewährten Schlafzustand gefallen - beim Fortgehen in der Bar, versteht sich. Den hatte ich in letzter Zeit allerdings eh selten.

Insbesondere die Heim-Weihnachtsfeier war ein Erlebnis für sich, sie hat mich wieder mal auf meine emotionelle Fragilität aufmerksam gemacht. Ohne dass die Party selber öd war oder die Leute schlecht gelaunt, bin ich mir nämlich die ganze Zeit wie ein Außenstehender vorgekommen - physisch bin ich präsent, gelegentlich rede ich ein, zwei Worte mit diesem oder jener, aber im Allgemeinen geht alles an mir vorbei. Das geht mir eigentlich öfter so, und war rückblickend gesehen auch der Grund, warum ich in der Schulzeit das Fortgehen so gehasst habe.

Jedenfalls war ich dann nach längerem Ausharren schon fast am Gehen (nach 12 Uhr, damit ich die U-Bahn noch erwische) und hatte die Jacke schon angezogen gehabt, da wurde ich unvermittelt und überraschenderweise zum Bleiben aufgefordert. Also, freundlich gefragt. Und das allein hat dann irgendwie den kompletten Abend gerettet, ich war wie ausgewechselt. Hab die Jacke wieder auf die Seite geschmissen, mich prächtig unterhalten, Bierschaum aus dem Bierschaum-Fass gezapft, und fröhlich abgefeiert bis um drei oder so. Unglaublich gut.

Fazit: Partystimmung und sonstige Glücksgefühle kann man nicht planen oder anderweitig erzwingen, sie können vom einen Moment da sein oder wieder weg. Und das wirklich Positive an Weihnachten ist auch nicht das Feiern am Heiligabend oder gar die Geschenke (urks! Einkaufsstress!), sondern die allgemeinen Nettigkeiten des gemeinsamen Zeitnehmens mit der Familie, und natürlich die Weihnachtsferien :)

Viele Leute haben ja gar keine Ahnung, wie manch beiläufig Gesagtes über das Glück oder Unglück einer anderen Person bestimmen kann. Mit den richtigen Worten ist es genauso leicht, jemandem die Stimmung in den Keller zu hauen wie auch den Abend zu retten. Und die unerwartet erfreulichen Dinge sind immer die schönsten.

Wohlstand ist jedenfalls für das Glücklichsein kein Faktor, irgendwann pendelt sich alles Gleichbleibende auf einem Standard-Glücksniveau ein. Ich würde meinen, dass sich der allgemeine Glückszustand verschiedener Leute nur dadurch unterscheidet, wie hoch die Schwankungen zwischen Glück und Unglück sind, und der allgemeine Grundpegel total irrelevant ist.

Hm... von Party-Kurzberichten zu pseudo-philosophischen Abhandlungen? Jaja, das gibts nur im Jakoblog!

Neon Genesis Evangelion und die Folgen

Ja, meine psychische Verfassung war schon mal besser. Ja verdammt, ich bin immer noch im Melancholie-Modus. Nicht mehr so stark wie vor einer Woche, aber immer noch.

Letzte Woche war ich fabelhaft unproduktiv. Große Teile des Montags und Dienstags sind dafür draufgegangen, die total faszinierende Anime-Serie Neon Genesis Evangelion (26 halbstündige Folgen) fast am Stück anzuschauen. Gleich vorweg: ja, das war es wert, und die Serie ist nicht umsonst Kult. Aber sie hat mich arg mitgenommen.

Wie in vielen japanischen Machwerken spinnt sich die Story um einen leicht asozialen Burschen, der mit seinen Mitmenschen und vor allem mit sich selbst wenig anfangen kann und außerdem von einem Vater-Sohn-Komplex der anerkennungssuchenden Natur geprägt ist. Des weiteren drei Mädels mit andersartigen, aber großteils ebenso ausgeprägten Persönlichkeitsstörungen. Und wie es das Schicksal so will, müssen die zusammen die Welt vor einfallenden Riesenmonstern, genannt "Angels", retten, und zwar vom Hauptquartier einer Geheimorganisation aus, die vom Vater des Protagonisten geleitet wird.

Ich will erst gar nicht probieren, den komplexen Plot zu erklären, man muss es einfach selber gesehen haben. Jedenfalls setzt die Serie speziell in den späteren Folgen einen Schwerpunkt auf die Psyche der Charaktere, deren Beziehungen zueinander, und die Unmöglichkeit der menschlichen Existenz. Neon Genesis Evangelion ist von tiefenpsychologischen Elementen und christlich-jüdischen Symbolen durchzogen, dass es ärger nicht mehr geht. Und wirft die essentiellen Fragen wieder auf:

Wie kann ich glücklich sein? Definiere ich mich nur durch meine Umwelt, oder kann ich auch für mich allein stehen? Wie kann ich mich mitteilen? Werde ich geliebt? Ist alles Dasein nur von Leid geprägt; bin ich es wert, auf der Welt zu sein?

Nun neige ich dazu, mich völlig in einer guten Geschichte zu verlieren, und umso mehr, wenn den Protagonisten die gleichen Probleme und Unsicherheiten plagen wie mich selber. Zugegebenermaßen, mein Vater ist kein gefühlskalter Eiszapfen (...zumindest nicht immer), ich bin nicht mehr 14, und muss nicht als Pilot einer mächtigen Riesenkreatur die Welt retten. Aber das Identifikationspotential ist groß, und die Serie hat mich echt mitgenommen. Die Zweifel, was ich mit mir selber anfangen soll, waren überwältigend, und sind bis zu einem gewissen Grad immer noch da.

Hinzu kommt, dass ich die letzten paar Folgen spätnachts am Dienstag geschaut hab, so spät, dass ich dann gleich ohne zusätzlichen Schlaf bis zum Mittwoch aufgeblieben bin. Was meiner Konstitution natürlich auch nicht unbedingt förderlich war. Sprich, ich hab mich erst Donnerstag Nachmittag wieder gefangen, und da war die Studienwoche schon fast aus.

Heute hab ich mir dann noch das alternative Ende der Serie, The End of Evangelion, gegeben - das war auch packend, aber das Schlimmste hatte ich eh schon hinter mir. Der Soundtrack ist übrigens auch fast durchgehend exzellent - bestätigt wieder mal meine hohe Meinung von der Gattung der Computerspiel-Hintergrundmusik- und Filmkomponisten.

Da fallen durchaus sehenswerte, aber weniger in die Tiefe gehende Filme wie Spiderman 3, ebenfalls am vorigen Montag im Kino gesehen, kaum mehr ins Gewicht. In nächster Zeit will ich mir jedenfalls den Fluch der goldenen Blume anschauen, das darf ich auf keinen Fall auslassen. Ansonsten hoffe ich mal, dass derart intensive Videovergnügen fürs erste einmal genug sind, und ich mich diese Woche wieder mehr aufs Studieren und Arbeiten konzentrieren kann.

"Marie", von Randy Newman, fabelhaftes Lied

You looked like a princess the night we met
With your hair piled up high
I will never forget
I'm drunk right now baby
But I've got to be
Or I never could tell you
What you meant to me

I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie

You're the song that the trees sing when the wind blows
You're a flower you're a river you're a rainbow
Sometimes I'm crazy
But I guess you know
And I'm weak and I'm lazy
And I've hurt you so
And I don't listen to a word you say
When you're in trouble I just turn away

I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie
I loved you the first time I saw you
And I always will love you Marie

...ist mir nur so durch den Kopf geschossen. Hab's in den letzten paar Monaten nicht gehört, aber ein Ohrwurm sondergleichen.

Gaming im Mai, Teil 1: meine Computerspiel-Philosophie

Wer mich gut kennt, weiß, dass ich seit jeher ein Faible für Computerspiele habe. Das verfolge ich zwar nicht mehr so konsequent wie zu meinen besten Zeiten (erst diesen Montag wurde unsere ca. 20 Stück große Sammlung an Super-Nintendo-Spielen verscherbelt), aber die Begeisterung über gute Spiele ist die gleiche geblieben.

Computerspiele haben viel mit Filmen gemeinsam: beide erfordern ein Maximum an Kunstfertigkeit und Interdisziplinarität, um dem Konsumenten ein beeindruckendes Erlebnis zu bieten. Sie müssen eine perfekte Mischung aus visuellen Eindrücken, großartiger Musik und durchdachter Handlung aufweisen, dann kann ich mich darin verlieren, als ob es keine Welt um mich herum gäbe. (Bei Spielen kommt noch die Qualität des Gameplays dazu.) Ist einer dieser Komponenten schlecht gelungen, kann man die Gesamtheit des Films oder Computerspiels ebenfalls schmeißen. Mir ist dabei ein mitreißender Plot am wichtigsten.

Der Emil, als selbsternannte Coolness-Instanz (wer's glaubt), kritisiert mich öfters dafür, dass ich mir für meine PlayStation 2 keine Multiplayer-Spiele kaufe, was Gesellschafts-Orgien wie am Wii ziemlich unmöglich macht. Unendlich viele andere Computerspieler frohlocken beim bloßen Gedanken an geniale Multiplayer-Kreationen wie Mario Kart, Goldeneye, Smash Brothers Melee, FIFA, Singstar, oder was es noch alles gibt. Ich kann es ihnen nicht verdenken; spiele sogar selber mit Begeisterung mit.

Allein, das ist nicht das, was mich zum Computerspielen antreibt. Multiplayer-Spiele haben auch ihren Wert, aber der liegt auf einer ganz anderen Ebene, nämlich der zwischenmenschlichen. Die gleiche Ebene, der auch Ereignisse wie Geburtstagsfeiern, Poker- und Schnapsrunden, Billiardabende oder sonstige soziale Betätigungen zuzuordnen sind. Aber ich habe nicht vor, Geld für Konsolen und die dazugehörigen Spiele auszugeben, nur um noch länger vor Bildschirmen zu sitzen als das eh schon der Fall ist.

Computerspiele haben, von vielen Gelegenheits-Spielern unbemerkt, noch eine ganz eigene Qualität, und das ist die Möglichkeit, in die Spielwelt einzutauchen. Eine zweite Identität anzulegen, eine neue Realität aufzubauen: eine, die nichts mit mir als Mitglied der eigentlichen Gesellschaft zu tun hat und nicht mit meinen Freunden oder sonstwem, sondern die nur mir gehört, nur für mich existiert, mit meinen Eindrücken, meinen Entscheidungen und meinen Emotionen. Also nicht "Ich spiele diesen Charakter dort", sondern "Dieser Charakter dort, das bin ich!"

Gesellschaftsspiele können nie diese Intensität erzeugen, das Mitfiebern ist kurzfristig und schnell vergessen. Wenn ich mit Menschen zusammen sein will, warum brauche ich dafür eine Konsole? Ein einziger Augenkontakt ist mir hundertmal lieber. Aber die wirklich intensiven Computerspiele können mir etwas geben, was es in der Interaktion mit anderen Menschen einfach nicht gibt - oder ich es dort noch nicht gefunden habe - und das gibt mir einen Grund, manchmal einzeln (aber in diesem Moment nicht einsam) in einem Zimmer zu sitzen, in den Bildschirm zu starren und wie blöd auf meinem Controller herumzudrücken.

Und nein, darüber hab ich kein schlechtes Gewissen. Viele Leute sehen Computerspiele als sinnlose, teils aggressiv machende Zeitverschwendung. Für mich ist es eine Möglichkeit, um intensiv fühlen zu können, neben all den beiläufigen realen Ereignissen und Interaktionen. Der selbe Zweck, den auch Filme, Musik, und der bloße Gedanke an Liebe erfüllen können. Ich mag vielleicht nicht der Typ sein, der groß über die Welt nachdenkt, oder immer einen passenden Spruch auf der Zunge hat, oder seine Gefühle in angemessener Form ausdrucken kann. Aber die Gefühle an sich sind stark, da bin ich von vielen Seiten her leicht anfällig. Und das ist schon was, wo ich stolz drauf bin.

Also, Computerspiele als Stimulus, als Kick, als Quelle intensiver Emotionen. Wer hätte das gedacht. Ich warte auf ein "Trivial!".

Das Leben ist seltsam

Es ist viertel eins, Sonntag nachts. Der Himmel ist dunkel, aber merkbar von den Lichtern der Stadt erhellt, den den Horizont ins Violette tönen. Lila, vielleicht.

Ich rolle mein Keyboard in mein Zimmer, nachdem ich mit dem Andrei und dem Stefan nach Wien gefahren bin. Ich trage die Mistkübeln aus dem Zimmer, auf dass sie morgen ausgeleert werden.

Ein Mädel geht vorbei. Sie erinnert mich an eins, in das ich eine Nacht und die nächsten paar Tage des langsamen Abklingens verliebt war; kurz, inkonsequent und wahrscheinlich einseitig. Ich kann nicht sagen, ob sie es ist - ich habe ihr Gesicht vergessen, wie bei den meisten Leuten, die ich nicht lange und dafür schon länger nicht gesehen habe.

Ich gehe zum Auto zurück, und suche einen passenden Parkplatz außerhalb des Gürtels, finde ihn. Gegenüber geht ein etwas suspekt erscheinender Mann mit Hund den Gehsteig entlang. Ohne Jacke spaziere ich zum Heim zurück.

Mein Gesicht weist ein paar mehr Wimmerl auf als meistens, die Haare könnten eine Portion Shampoo gebrauchen, oder vielleicht einen Friseurbesuch.

Der Himmel ist lila getönt. Von außen untersuche ich die Fenster des Heimes und überlege, wo die Trennlinie zwischen Altbau und Neubau liegt. Mein Standard liegt noch vom Freitag im Postfach, der Aufzug wartet auf mich.

Es ist dreiviertel eins. Ich beginne, ein paar Zeilen für mein Blog in einem linierten A5-Heft handschriftlich festzuhalten. Das Keyboard, immer noch in der Keyboard-Rolltasche eingepackt, lehnt am Kasten hinter mir.

The 2007 Lyttle Lytton Contest

Ehrlich, ich habe keine Ahnung, was diese Auswahl an irrwitzigen Zitaten (ahem) darstellen soll, oder welche Hintergründe der Bewerb hat. Werde ich auch jetzt nicht weiter nachforschen. Wäre es nicht durch einen zufällig aufgeschnappten Link, ich hätte nie etwas darüber erfahren. Es folgt eine nur leicht repräsentative, durch eigene Urteilsfähigkeit beeinflusste Auswahl.

Scaling Everest was, by far, the most amazing and transformative experience of my life. Unfortunately, this is a thesis on context-free grammars.

Eve stood there, half-eaten apple in one hand, desire burning in her eyes. Adam screamed “Jesus woman what the fuck have you done?!!”

A giant radioactive werewolf eats DORALEEN while boyfriend CHUCK looks on in horror.

CHUCK
Doraleen! Are you okay?

Macht noch viel mehr Spaß, wenn man den Erklärungen des Präsentators folgt :D und fortgeschrittene Englisch-Kenntnisse können auch nicht schaden.
Achja, der Link.

Entfremdung

Die Osterferien haben also offiziell angefangen, und wie man im letzen Blog-Eintrag unschwer erkennen konnte, bin ich soweit ganz zufrieden mit dem, was ich so zusammengebracht hab.

Die letzte Zeit im Heim vor der Abreise, also Freitag Abend und Samstag Früh, hat mir eher nicht zugesagt. In der (direkt vor meiner Zimmertür befindlichen) Heimküche war ein lautstärkemäßig deutlich vernehmbares Festl im Gange, und das war mir durchaus sehr unangenehm. Mit Rock- und Punkmusik im Dauerlauf, mit diversen Leuten, die manchmal vor die Küchentür gegangen sind, um sich weniger nette Dinge zu sagen, und vor allem mit einem Haufen Leute, die nicht oder nur ziemlich indirekt zur Stockgemeinschaft gehören.

Fast möchte ich sagen, es war das erste Mal, wo ich mich nicht in die Küche getraut hab: das war nicht die Gesellschaft, in die ich mich die ganzen Jahre eingelebt hatte. Das war nicht mein Stock. Mein Stock genießt mit Stil. Mein Stock feiert durchaus die Nacht durch, aber in der Früh ist die Küche wieder still und friedlich, wenn auch manchmal verwüstet. Parties gehören in die Nacht, und etwaige von außerhalb kommende Besucher sollen entweder wieder dort sein, von wo sie kamen, oder den Brachialmodus vom Vorabend nach dem Aufstehen wieder ablegen.

Fehlanzeige. Die Werbegeschenk-Müsliriegel, die ich vor meiner zweiwöchigen Ferienreise noch der Stockgemeinschaft spendieren wollte und vor die Küchentür gelegt hatte, weil ich selbige nicht betreten wollte, waren ein paar Minuten später an den hinteren Rand des Gangs gekickt. Samstag, 11:00, mit Verlaub. In meinen vor die Zimmertür gestellten Plastikmüllkübel wird rücksichtslos eine Kartonpackung hineingestopft. Und das Gegröhle und die laut aufgedrehte Musik geht bis halb eins ohne absehbares Ende weiter. Kurz, das alles hat mich so angeekelt bzw. verschreckt, dass ich das Heim ohne Frühstück verlassen hab.

Nicht, dass ich nicht ein paar Stimmen eh gekannt hätte, die mir sonst auch untertags in der Küche unterkommen. Aber die Wandlung vom zivilisierten heiteren Beisammensein zur rücksichtslosen Rowdytruppe hat mich arg mitgenommen. Mit Sicherheit ärger als den Didi, der beim Heimkommen von seinem (Real-)Rollenspiel-Wochenende eine ziemlich verwüstete Küche vorgefunden hat.

Das Heim ändert sich. Die Stockgemeinschaft ist dabei, sich in zwei Gruppen zu teilen, und ein guter Teil der Leute, die das Heim für mich ausmachen, sind kurz vorm Fertigwerden.

Die Zeiten, in denen ich am Heim und seinen Bewohnern hänge, neigen sich dem Ende zu, wie auch das Ende meines eigenen Studiums in nicht mehr allzu weiter Ferne liegt. Zeit, nach einem Plan B Ausschau zu halten.

Vom Verschwinden der Zeit

Diese Woche war der Zeitmangel wieder besonders schlimm. Das Allerschlimmste daran ist jedoch, dass ich nicht (bzw. nicht nur) wegen viel aufgehalster Arbeit keine Zeit hab, sondern dass ich viel zu viel Zeit ungenutzt verstreichen lasse.

Ungenutzt? Nein, nicht wirklich, denn vom faulenzenden Studentendasein kriege ich kaum etwas mit. Nichtsdestotrotz komm ich am Ende des Tages oft drauf, dass ich nur ca. ein Drittel dessen erledigt habe, was ich mir eigentlich in vernünftiger Planung vorgenommen hätte. Richtig, Zeitmanagement. Das Ding, das unter anderem meinen Bakk-Abschluss um ungefähr zwei Semester verspätet hat.

Für dieses Semester hab ich mir vorgenommen, meine Zeit in den Griff zu kriegen, schon meiner Gesundheit wegen, und weil ich es mit dem derzeitigen Arbeitsvolumen sonst einfach nicht mehr schaffen würde. Wobei der erste Schritt zur Besserung wie immer das Erkennen der dahinterliegenden Ursachen erfordert. Die eine Maßnahme, rechtzeitig schlafen gehen und in der Folge früher aufstehen, ist mir seit Anfang dieses Jahres langsam bewusst geworden, und wird ab sofort konsequenter umgesetzt werden. (Auch wenn es heute mal wieder nicht ganz so gelungen ist, wie der Zeitstempel dieses Blog-Eintrags beweist.)

Eine zweite, wahrscheinlich noch schwerwiegendere Ursache, ist mir wahrscheinlich erst heute so richtig bewusst geworden, obwohl ich es schon seit einiger Zeit latent mitkriege. Es sind die Vielzahl an Mails, Blogs, News, und sonstigen in kurzen Abständen eintrudelnden Informationsbrocken, die pro Tag ganze Stunden (ja, Stunden!) verschlingen.

Mein Hauptproblem ist, dass ich diese Informationsquellen eh schon einmal nach Gehalt und Wichtigkeit durchkämmt und ziemlich alle unnötigen rausgeschmissen hab. Mit meiner Anstellung als Drupal-Entwickler sind im Gegenzug ein paar weitere dazu gekommen, die dann wieder mehr Zeit in Anspruch nehmen, aber ohne die ich nicht auskommen will.

Warum brauchen diese Sachen so viel Zeit? Antwort: Weil sie nicht auf einmal, sondern gemächlich, einer nach dem anderen, eintrudeln. Und vor allem weil ich es mitkriege, wenn die wichtigen (die Emails) eintrudeln, und dann einen kurzen Blick zu den weniger wichtigen (andere Emails, Blogs, etc.) mache, um die paar Sachen wieder alle abgearbeitet zu haben. Ist mir den Moment wieder passiert. Und das ständige Abarbeiten und Wechseln des Aufmerksamkeitsfokus hält mich davon ab, eine Sache auf einmal und die dafür ordentlich und für eine vernünftige Dauer lang zu machen.

Wie kann dem Problem also Einhalt gebieten? Mir fallt da nur eine effektive Maßnahme ein: Während der Zeit, wo ich produktiv was weiterbringen will, muss mein Email/RSS-Client (der Kontact) dran glauben. Auch wenn ich die Benachrichtigung beim Erhalt einer neuen Email ausschalte, führt mich die "1"er, "2"er oder wieviele-ungelesene-Emails-auch-immer-Beschriftung am System-Tray-Icon doch wieder dazu, regelmäßig einen Blick hineinzuwerfen.

Das muss sich aufhören. Insofern beschließe ich also, von Punkt 9:00 bis Punkt 18:00 den Kontact nicht rennen zu haben, auch nicht als minimiertes Icon, und mich stattdessen auf die gerade anstehenden Sachen zu konzentrieren. Wie gut das funktionieren wird, muss sich noch herausstellen, immerhin sind Emails ja teilweise ein wichtiges Mittel zum Nachschlagen von Informationen und Links, und zum Erledigen der Arbeit selbst ("Kommunikation, geglückte Kommunikation, ..."). Und ob ich das ganze tägliche Volumen von 6 bis 8 aufarbeiten kann, und wie ich außerplanmäßige Zeitverluste damit vereinbaren kann (weil nachgelesen muss es ja trotzdem noch werden), das wird sich noch herausstellen.

Bitte also nicht wundern, wenn ihr ab sofort länger auf eine Mail-Antwort warten müsst als gewohnt. Es ist zu meinem eigenen Schutz.

Wie zum Beweis hat dann die Kathy Sierra, Autorin des geistreichen Creating Passionate Users Blogs, einen Artikel über Twitter (ein ziemlich neues, offenbar beliebter werdendes Instant-Networking-Portal, das ich bisher übrigens auch nicht gekannt habe) und die Schädlichkeit der partiellen Aufmerksamkeit veröffentlicht. Nachdem ich schon beim Rauffahren nach Wien darüber nachgedacht hab.

Warum ich schon heute, Samstag, nach Wien gefahren bin? Weil ich noch Millionen Sachen zu tun hab, und diese Woche zu rein gar nichts gekommen bin. So, und jetzt Punkt 1, rechtzeitig schlafen gehen, nicht ganz außer Acht lassen. Gute Nacht.

Was wären die großen Erfolge...

Heute habe ich gleich 3 (drei) phänomenale Erfolgserlebnisse vorzuweisen:

  • Ich hab mir einen Milchreis gemacht.
  • Der Milchreis war essbar.
  • Es war der erste Milchreis, den ich jemals selber gemacht hab, und er war trotzdem essbar!

Wenn das kein Grund zum Feiern ist, dann weiß ich auch nicht. Wieder eine leckere Mahlzeit mehr in meinem nahezu grenzenlosen Kochrepertoire :-P

Quote of the day

Michl, Peter, Lukas und ich gehen vom Känguruh ins Heim zurück. Es wird gerade über Probleme und deren Lösungen diskutiert.

Michl: (spannt seinen Regenschirm auf, obwohl es nicht regnet)
Peter: "Das is ka Problemlösung... du host a Problem!"
Michl: (lacht in seiner typisch hämischen Art, spannt seinen Regenschirm wieder ein)
Ich: "Du hast a Problemstellung verursacht, damitsd'es nachher wieder lösen kannst."
Lukas: "Du hast gerade Windows definiert."

Pizza-Eck

Grade trank ich Weichselbrand
Als ich an dem Pizza stand

Ein adrettes Mädel fand,
Pizza-Eck in ihrer Hand.

Nur ham wir uns nicht gekannt.

Anmerkung: Bei der Entstehung dieses kranken Reimes wurden wegen dessen fiktionaler Natur keine Menschen verletzt oder gar gekränkt.

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