Letzter Eintrag: 15. Mai. Oh mein Gott, bin ich nachlässig. Während Spekulationen über die Ursache des Mangels an Blogeinträgen durchaus fehlgeleitet sein können (einmal musste ich den Titelklassiker bemühen, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür), bewahrheitet sich die Bauernweisheit der altehrwürdigen Vorväter, dass sich die Anzahl der Artikel indirekt proportional zur tatsächlich produktiv verbrachten Zeit verhält.
Sprich, mein letztes Monat dieses Semesters kam mir ähnlich produktiv vor wie die drei vorigen zusammen (ein Fakt, der natürlich gegen meine Konsequenz beim Studieren spricht), und die paar Prüfungen und Übungen, die ich zum Fertigmachen hatte, sind blendend über die Bühne gelaufen.
Mein Google-Summer-of-Code-Projekt hat mit viel Elan gestartet (siehe meine wortgewaltigen Kreationen auf groups.drupal.org), kam aber in den letzten zwei Wochen nahezu zum Erliegen, weil die diversen Uni-Sachen viel Zeit in Anspruch genommen haben. Auch wenn die Stundenausbeute an Lehrveranstaltungen dieses Semesters nicht allzu glorreich ausfallt.
Der restliche verbleibende Zeitpuffer wurde durch Feiern am laufenden Band verbraucht... und das ist gut so! Meine aktuelle Problemstellung ist also, bis zur mid-term-Deadline am 9. Juli noch ein brauchbares Zwischenergebnis für mein Summer-of-Code-Projekt hinzukriegen. Das besteht aus genau einer Schwierigkeit:
aKademy!
That's right Leude, morgen flieg ich nach Glasgow auf die KDE-Konferenz. Diesmal wird's richtig supercool, vor allem auch weil ich einen Plan hab, was ich dort alles anstellen werd. Seit heute weiß ich auch, wer alles in meinem Youth-Hostel-Zimmer residieren wird, durchgängig sympathische Persönlichkeiten:
Zusammen mit den ganzen anderen Leuten, die ich teilweise schon vom letzten Mal in Dublin (und zu einem geringeren Teil sogar schon von vor zwei Jahren in Málagà) kenne, wird die aKademy diesmal spektakulär. Ganz zu schweigen von KDE 4, das tatsächlich ähnlich toll zu werden scheint, wie es ursprünglich angekündigt und von mir zuweilen mit leichter Skepsis beäugt wurde. Die guten Zeiten sind im Anrollen! Außerdem:
Das Ende aller Tage
Wobei hiermit nicht der von den Mayas vorausgesagte Weltuntergang im Jahre 2012 gemeint ist, sondern meine Zeit im Studentenheim Burgenland 2, welche seit gestern offiziell abgelaufen ist. Ich bin mitsamt Kegel (jedoch ohne Kind) ausgezogen, wobei ein Teil meines beträchlichten materiellen Besitzes zurzeit in meinem Auto oder im Zimmer des glücklicherweise immer noch absenten Felix weilt. (Keine Sorge, kommt weg, bevor du wieder da bist.)
Es war tatsächlich Zeit auszuziehen. Aber mehr denn je bin ich fix entschlossen, dieses eine Mal meine mühsam (naja...) erarbeiteten Freundschaften nicht durch Nachlässigkeit sausen zu lassen, und ab nächstes Semester regelmäßig in die traditionellen Gaststätten, also hauptsächlich Känguruh und Heimbar, zu pilgern. Wer mag sie nicht, meine wunderbar kompliziert verschachtelten Schachtelsätze.
Die Martina ist nach Japan gegangen (und führt dort ein derzeit sehr reges Dokumentationsblog), der Stefan geht für zwei Monate auf die Alm (auf die Kühe aufpassen und abseits jeglicher Menschenseelen zu sich selbst finden), und auch sonst strömen alle in die Weite, um die Ferien zu zelebrieren und danach wieder nach Wien zurück zu implodieren. Selbst der Felix dürfte Ende Juli wieder in heimischen Gefilden auftauchen.
Was sonst so abgeht
Wah, Stress, der verrucht-allgegenwärtige Stress! Bis zu meiner Abreise morgen um 7:40 müsste ich noch Koffer packen, Wäsche und Trockner ausräumen, ein paar mehr Leute für meine Mittjuli-Feier anrufen (um selbige zu fixieren), duschen, schauen ob die Lilly wieder im Lande ist (das Gerücht geht um), und außerdem noch ca. 2 Tage lang für meinen Google hacken. Wir bleiben gespannt, welches derer sich nicht so ganz ausgeht. Schon erledigt dagegen sind, äh... ... ...ah ja, Frisörbesuch und Mittagessen kochen. Gebratener Leberkäs mit Erdäpfeln, ein Hoch auf die vielseitigen Kochkünste des Jakoben.
Würde also noch gerne mehr erzählen und eineinhalb Monate an Computernews aufholen, aber, leider, geht nicht, vergessts es. Stattdessen freu ich mich auf eine leiberlnde Woche in Glasgow, und gehe zu notwendigeren Tagesordnungspunkten über. Bis dann!
Comments
Pfoah hey
Pfoah hey, Jakob.
Also so produktiv wie du waer ich auch gern. Ich werd auch bald wieder einen neuen Eintrag schreiben, bei mir ists auch schon lang her. Neue News uebrigens: Ich bin mit der Uni praktisch schon fertig, weil ich meine Pruefungen alle super bestanden hab und hab jetzt fast ein Monat frei. Ich bin am ueberlegen, wie ich das am sinnvollsten nutzen soll.
Relativierung
Naja, ganz so isses ja auch wieder nicht. Weißt eh, was für den Einen viel ist, ist für den Anderen Normalität. Ich schätz dich eher so ein, dass du ständig so produktiv bist wie ich im Juni, du darfst das jetzt wirklich nicht überbewerten.
Wenn du sonst nix weißt, was du machen sollst, könntest du z.B. eine Woche lang Planet KDE lesen, da werden sich über die nächsten paar Tage ein paar nette Erlebnisberichte von der aKademy finden. Es schüttet in Großbritannien übrigens in Strömen (leichte Pause zurzeit), die haben dort diese Woche Überflutungen ganzer Dörfer gehabt, Infrastrukturzusammenbruch und was nicht noch alles. Wird lustig :-P