Die News zum, tada, Dienstag

So, das ist jetzt der letzte Eintrag für die nächsten paar Tage, damit hab ich mein Pensum wieder mal erfüllt. (Sorry, es gibt so viel zu berichten!) Erfreuliche Ereignisse sind übrigens wieder stark im Kommen, wie man folgenden Artikeln entnehmen kann:

Red Hat veröffentlicht die "Liberation Fonts"

Die Überlegung war, dass Microsoft das Weiterverbreiten der allgegenwärtigen Schriftarten Arial, Times New Roman und Courier New keiner anderen Organisation erlaubt, und deshalb viele von Windows kommende Office-Dokumente unter Linux nicht originalgetreu ausschauen, weil die Schriftmetriken der frei verfügbaren Schriftarten (also der Platz, den die einzelnen Zeichen brauchen) nicht mit den Windows-Schriftarten übereinstimmt.

Also ist Red Hat jetzt hergegangen und hat eine Schriftarten-Firma damit beauftragt, für diese drei Windows-Schriften einen Ersatz mit gleicher Metrik zu erstellen, folglich schauen die Schriften (zumindest für den Laien wie mich) auch aus wie ein exakter Klon von Arial, Times New Roman und Courier New. Im Blog von Daniel Robitaille (Ubuntu-Mensch) gibt's einen Eintrag mit Screenshots der Schriftarten.

Und das ist eine gute Sache, weil jetzt können wir uns nämlich das Nachinstallieren des msttcorefonts-Pakets sparen, das ein Hintertürl nutzt, um rechtlich einwandfrei die Schriften direkt von einem Microsoft-Server zu installieren. Mit Vista haben sie das Hintertürl sowieso abgedichtet, und die neuen Vista-Schriftarten können wir sich woanders hinschmieren.

Wieder eine Abhängigkeit weniger! Man kann annehmen, dass die Liberation Sans, Liberation Serif und Liberation Mono ab der jeweils nächsten Release in allen Distributionen Einzug findet. (Wem das zu langsam ist, der kann sie jetzt auch schon downloaden.) Danke, Red Hat!

"KDE 4.0-alpha1 released: 'Knut'"

Irgendwann kommt die Zeit, da alle Projekte fertig werden müssen, sonst werden sie nie fertig. Für KDE ist nun die Zeit des Fertigmachens angebrochen, und mit der ersten Alpha-Release beginnt der letzte Anlauf zum Stabilisieren und Fertigmachen von KDE 4.0, der dann bis Oktober oder so dauern wird.

Nett dabei ist, dass es auch eine Live-CD gibt, mit der man den derzeitigen Stand von KDE 4 ohne großartige Installation austesten kann, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch eine für die Massen ungeeignete Entwicklungsversion, deren Zielgruppe Programmierer und Tester mit dickem Fell sind. Wer sich also mal einen ersten Eindruck verschaffen will, nur zu, aber auf keinen Fall Schlüsse auf die Qualität der endgültigen 4.0er-Version ziehen.

Wie auch immer, es ist gut zu wissen, dass die Entwicklung halbwegs nach Plan verläuft und KDE 4 großartig wie erwartet sein wird. (Inzwischen bin ich Optimist.) Danke, KDE!

"Digitaler Globus: NASA World Wind als Java-Version"

Dass die NASA eine recht fähige Open-Source-Alternative zu Google Earth hat, dürfte sich inzwischen ja schon ein bisschen herumgesprochen haben. Blöd war bisher allerdings, dass es dieses World Wind nur als Windows-Version gab, was für Leute wie mich, dich oder es nur einen sehr beschränkten Nutzen hatte.

Umso erfreulicher, dass das Programm jetzt auf Java portiert wurde, und letzteres dank der "write once, run everywhere"-Philosophie auch auf Linux, Mac OS, Solaris und den diversen BSDs läuft. Ganz zu schweigen davon, dass Java seit Kurzem selber Open Source ist - Jakoblog berichtete :D

Wer also Java-Anwendungen auf seinem Computer ausführen kann, kann sich ab sofort an NASA World Wind erfreuen. Ich hab's noch nicht ausprobiert, und eigentlich brauch ich so ein Zeugs nicht wirklich, deshalb werd ich schier noch warten, bis es in der nächsten Ubuntu-Release komfortabel paketiert wurde und leicht vom Adept aus installierbar ist. Danke, NASA!