Hallo meine lieben Newsempfänger - ja, ich weiß, ihr sehnt euch schon wieder nach den News, weil ich zweieinhalb Wochen schon wieder keine hatte. Kann nicht allzuviel Wichtiges passiert sein in der Zeit, oder? Sachen wie der Umstieg diesmal des französischen Parlaments auf Linux sind wir ja gewohnt, das ist fast nicht mehr der Rede wert. (Fast!) Also auf zu Besserem.
"PowerDVD liefert AACS-Schlüssel von HD DVD und Blu-ray Disc"
Es ist schon wieder ein Schlüssel zum Entschlüsseln des AACS-Kopierschutzes von bösen Crackern veröffentlicht worden. (Der vorige ist auch erst um die drei Wochen her.) Diesmal ist ein ein Private Key, mit dessen Hilfe man offensichtlich alle anderen Schlüssel auf einer HD-DVD oder Blu-ray-Disc auslesen kann. Und aus dem PowerDVD wurde er gestohlen, äh, will sagen, herausgefiltert.
Das ist jetzt keine ganz große Nachricht, weil das AACS-System solche Zwischenfälle vorgesehen hat: zukünftig ausgelieferte Discs mit AACS werden damit nicht mehr funktionieren. Aber das System geht noch weiter: wenn eine Disc mit den neuen Schlüsseln eingelegt wird, sagt sie dem HD-DVD- bzw. Blu-ray-Laufwerk, dass der alte Schlüssel ungültig ist, und fortan kann man auch die alten Filme mit dem gecrackten Schlüssel nicht mehr entschlüsseln.
Das heißt im Klartext, dass eine aktuelle PowerDVD-Version nicht mehr funktioniert, sobald eine neue Disc mit AACS abgespielt wird, weil der PowerDVD-Private-Key rückwirkend entmachtet wird. Krass, nä?
"HP denkt über vorinstalliertes Desktop-Linux nach"
Heißt noch nichts, aber in Kombination mit der kürzlichen Dell IdeaStorm Initiative (bei der ein vorinstalliertes Linux das meistverlangte Feature war) könnte das eventuell darauf hindeuten, dass die Zeit zur mainstreamigen Vorinstallation von Linux nicht mehr allzu weit in der Ferne liegt.
Oder auch nicht, wer weiß.
"AMD-Interview: 'Wir können unsere Treiber nicht offen legen'"
Das, und die Tatsache dass die Grafikkarten-Treiber von AMD (vormals ATI) für Linux unter aller Sau sind, lässt einen eine unumgeschränkte Empfehlung gegen den Kauf eines Computers mit ATI-Grafikkarte aussprechen. Mit der Übernahme von ATI durch AMD war ja gehofft worden, dass AMD seine bisherige offenere Treiber- und sonstige Hardwarepolitik auch auf die Grafikkarten ausweitet, dieser Artikel ist wohl die endgültige Bestätigung dafür, dass diese Hoffnungen ungehört verschallt sind.
Insofern soll sich also einen integrierten Intel-Grafikchip nehmen, wer gerne null Probleme (aufgrund von open-gesourcten Treibern) und ein leises, stromsparendes System hat, und nVidia sei jenen empfohlen, die nicht ohne Highend-Grafikpower auskommen können (obwohl deren Open-Source-Treiber-Politik um nichts besser ist als die von ATI/AMD, aber dafür sind zumindest die Treiber selbst weniger lahm und absturzgefährdet).
Ich hoffe, euren hohen Ansprüchen auch mit dieser Ausgabe der News nicht allzu ungerecht zu werden, und wünsche noch einen feinen Abend (oder wann immer das hier grad gelesen wird) vom seltenen Montag.
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