Die News zum Après-Ski, Teil 1

Wie vielleicht noch nicht allen Lesern bekannt ist, war ich vorige Woche in Kitzbühel auf Spontan-Skiurlaub. (Mehr dazu, genau!, später.) Und wie es der Allmächtige so will, gab's bei meiner Rückkehr nicht nur Unmassen an Mails, Blogs, Foreneinträgen, und und und aufzuholen, sondern auch eine stattliche Anzahl News, die ich trotz leichter Verzögerung noch berichtenswert finde.

Und weil fünf Newsbeiträge definitiv zu viel für einen Blogeintrag sind, wird diese News diesmal in zwei Teile zerschnipselt.

"Suns OpenDocument-Filter für Word zum Download"

That's right Burschen und Mädels, der erste gut funktionierende Import/Export-Filter steht zum Download bereit, der Microsoft Word das Speichern und Laden von OpenDocument-Texten erlaubt. Nachdem es eine nahezu unüberschaubare Anzahl an guten Gründen gibt, Microsofts OpenXML-Format nicht zum neuen Standard werden zu lassen (siehe auch Rob Weirs Erklärung, warum offene Standards wichtig sind), ist das die Gelegenheit für MS-Office-Benutzer, ihren Beitrag zu einer besseren Softwarewelt zu leisten.

Der Konverter benutzt eine Miniversion von OpenOffice und kann die Word-Dokumente folglich mit dessen anerkannter Qualität umwandeln, also in den meisten Fällen ohne irgendwelche Probleme. Wer OpenOffice für unbrauchbar hält und nur Microsoft Office verwenden will, hat jetzt also keine Ausrede mehr, nicht trotzdem seine Dateien im OpenDocument-Format zu speichern. (Zumindest die Textdokumente - Filter für Tabellen und Präsentationen folgen in ein paar Monaten.)

"DVD-Nachfolger in der Bredouille"

Die Content-Industrie hat viel Aufwand in BluRay bzw. HD-DVD hineingesteckt, damit deren Kopierschutz nicht das gleiche Schicksal blüht wie dem der ursprünglichen DVD. Bei der ist es so, dass es genau einen Verschlüsselungs-Mechanismus gibt (mit Namen CSS), der in gleicher Form auf alle DVDs draufkommt. Blöd nur, dass ein norwegischer Hacker (mit Namen DVD-Jon) den Mechanismus nach nicht allzulanger Zeit geknackt hat, und CSS seitdem keinen technischen Schutz mehr bietet. Maximal noch einen legalen Schutz, dank der verschiedenen Du-darfst-keinen-Kopierschutz-umgehen-Gesetze in der EU und den USA.

Wie auch immer, der Nachfolger von CSS heißt AACS, und kommt sowohl auf BluRay-Discs als auch HD-DVDs zum Einsatz. Die schlechte Nachricht: AACS selbst wurde nicht geknackt, und wird sicher nicht so einfach auszuhebeln sein wie CSS. Die gute Nachricht: Der Schlüssel, der auf allen bisher veröffentlichten BluRay-Discs und HD-DVDs zum AACS-Verschlüssen verwendet wurde, ist von einem weiteren Hacker extrahiert worden.

Damit können (illegal, aber zumindest technisch möglich) die ganzen BluRay- und HD-DVD-Filme auch von Programmen abgespielt und gerippt werden, die keine Lizenz von den diversen Konzern-Konsortien haben. Weil die AACS-Entwickler schlauer waren als vorher, werden zukünftige Discs mit AACS einen neuen Schlüssel bekommen können, das Katz-und-Maus-Spiel ist also noch nicht vorbei. Ein netter Etappensieg jedenfalls für die Kopierschutz-Gegner.