Zuerst kommt die Heiterkeit. Dann kommt das Verlangen. Dann kommt die Depression, gefolgt von zwangsläufiger Wurschtigkeit, welche unmittelbar die Besserung zur Folge hat. Anschließend wieder von vorne anfangen, und ad infinitum wiederholen.
Es gibt wenig, was so erfüllend ist wie ein gelungenes Konzert. Speziell dann, wenn du im Vornhinein nicht weißt, ob alles hinhauen wird oder die Zuhörer (und Bandmitglieder) nachher hinter deinem Rücken lästern werden. Umso lässiger, wenn's dann tatsächlich gut geht.
Spielen mit Swivel Music ist eine ständige Herausforderung, weil ich keine Ahnung hab was auf mich zukommt - das einzige Kriterium ist die eigene spontane Kreativität und die Koordination mit den anderen Musikern. Das finde ich jedes Mal aufs Neue schwierig (und ich könnte mich birnen für all meine Versäumnisse), aber dadurch bleiben die Konzerte auch jedes Mal spannend und der Adrenalinspiegel hoch. Ich liebe hohen Adrenalinspiegel bei spannenden Konzerten, es gibt kaum Besseres.
Jammerschade, dass das nächste Konzert von Swivel Music (yay! wir gehen in die Verlängerung!) erst im März ist, und selbst da werd ich voraussichtlich nicht da sein. Ein halbes Jahr warten aufs nächste Konzert? Oh noes! ;-)
Echt jetzt, es geht doch nichts über ein Party-Wochenende mit Übernachtung in der höchst eigenen Wiener Wohnung. Der Felix weiß auch, wo er motivierte Leute daherkriegt: nämlich von überall aus der Welt, eingeflogen nach Österreich mit AFS. Formell angesetzt als Treffen der im Burgenland einquartierten Austausch-Schülerinnen und -schüler, und zur Verabschiedung derjenigen, die schon nach diesem ersten Trimester wieder nach Hause müssen. Solche Treffen im mittelgrößeren Rahmen haben außerdem den angenehmen Effekt, dass sie bei den richtigen Rahmenbedingungen quasi von selber gut werden - einfach zurücklehnen, dem Flow hingeben und genießen. Mmmh.
Zum Genießen war ja auch Einiges dabei: eine kurze Klettertour auf den rechten Turm vom Stephansdom (da war ich schon ewig nicht mehr; kurz deshalb weil wir erst 18 Minuten vor Schluss hinauf sind), Besuch bei den Christkindlmärkten am Rathaus und am Spittelberg (die Saison ist wieder eröffnet!), zu Hause dann original italienische Spaghetti (original, weil von zwei original Italienerinnen zubereitet), und in der Früh - oder eigentlich den ganzen Vormittag - feinste Waffeln aus dem Waffeleisen. Das macht natürlich Stimmung. Man addiere Musik, Chaos, einen Geburtstag und Schlafsäcke aufm Wohnzimmer-Teppich, und fertig ist das Traumwochenende.
Da kann man nur sagen: jeder, der nicht mit AFS weg war, ist selber schuld :P
Und mich auch! Gerüchten zufolge soll nicht nur in der neuen Version "Intrepid Ibex" (unerschrockener Steinbock) mein Suspend-to-RAM wieder funktionieren - Schande über diejenigen, die es ver(stein)bockt haben - nein, jetzt wird sogar die nachfolgende Release mit dem schönen Namen "Jaunty Jackalope" bezeichnet. Also quasi "flotte Jakilope". Wenn das mal kein Grund zur Freude ist?
Weil ich nicht den ganzen Tag an dem blöden Uni-Projekt werkeln kann (ZAAACH!) hab ich mir die Zeit kurz mit meinen allseits bekannten RSS-Feeds vertrieben. Diesmal ist was besonders Lässiges dabei, und zwar nicht nur lässig (gibts durchaus öfters) sondern auch herzeigbar für die interessierte Masse.
Ein Screencast nämlich. Rafael Fernández López alias ereslibre hat sich die Zeit genommen und ein achtminütiges Video von KDE 4.1 und dessen geballter Ladung an netten Features zusammengestellt. Endgeil, sozusagen :P
Und nebenher kann ich auch von mir selber behaupten, eins der vielen kleinen Räder zu sein, die die neue 4.1er-Version so supercool machen. Rückblickend betrachtet geht auf meine Kappe eh so einiges: das Speichern der Textdatei-Sortierungen in Kate, die besser gezeichnete Anzahl von Mails (für KMail) und Feeds (für Akregator) in der Systemtray, das jetzt wieder richtig funktionierende automatische Verkleinern von Tabs im Konqueror, wenn sie mehr als die Fensterbreite brauchen, und natürlich weitere Fortschritte in Sachen desktop-übergreifende Iconsets.
Für KDE 4.0 hatte ich damals die Dateinamen der Icons kompatibel zur Icon Naming Specification umbenannt, nur hat das Umschalten der Iconsets an sich nicht wirklich funktioniert. Dieser Umstand ist in KDE 4.1 behoben, plus noch ein paar andere Feinschliffe, so dass man GNOME-Icons naht- und mühelos genauso für KDE verwenden kann. Das Einzige, was jetzt noch an Arbeit bleibt, ist das Koordinieren der ganzen spezifischen Icons für einzelne Programme mit GNOME (und XFCE).
Verglichen zu den unzähligen anderen Verbesserungen sind das natürlich nur Erdnüsse, und in Summe kommt dabei das beste KDE raus, das es je gegeben hat. KDE 4.0 war noch nicht ganz reif für die große böse Welt. KDE 4.1 wird euch umhauen. Jetzt auch mit Kontact, Kate und und Konqueror für Windows.
Achja, es ist ja noch gar nicht erschienen. Sorry, da bleibt also nur warten bis Ende Juli... oder beta-testen und selber die eine oder andere Verbesserung bewirken. (Nein, man muss nicht zwingend programmieren können!) Zumindest aber den Screencast reinziehen. Und alle: K - D - E! K - D - E!
(ok ok ok, ich hör schon auf.)
So, da hab ich also mit ein bisschen Einrichten doch das Email-Verschicken auch auf dem neuen Server zum Laufen gebracht. Für all jene, die sich nur auf ihre Email-Benachrichtigungen verlassen, sind das gute Neuigkeiten, weil die werden jetzt wieder ausgeschickt. (Der RSS-Feed hat natürlich weiterhin wie gewohnt funktioniert, hah.)
Nicht dass ich besonders fleißig mit Blogeinträgen gewesen wäre, aber für alle, die die verpassten lyrischen Ergüsse nachlesen wollen, hier die Links seit dem Umstieg auf den neuen Server (und dem damit einhergehenden Email-Versand-Ausfall):
Viel Spaß bei der Nachlese! (Nachlesen ist besser als Weintrauben lesen.)
Ok, ok, ganz kurz. Weil ich schon wieder so lange nicht geschrieben hab. Diese Möglichkeit bietet sich aus dem seltenen Ereignis, dass ein Wochenende ganz ohne weitere terminliche Verpflichtungen tatsächlich passiert (!) und inzwischen natürlich schon wieder Stoff für drei bis fünf Blogeinträge gewesen wäre. Stattdessen also ganz kurz.
Eins: Musik, Musik
Der April war das diesjährige Monat der Konzerte, und zwar solche mit meiner Mitwirkung. In schnöder chronologischer Reihenfolge:
Plus Proben für jedes von denen, zuzüglich andere Aktivitäten wie Tennisplatz herrichten oder Feuerwehrinspizierung. Insofern hat mich das jetzige "leere" Wochenende total kalt erwischt - im wahrsten Sinne des Wortes, weil ich nämlich eh grad von einer Erkältung genese.
Zwei: Google
Die Selektier-Phase des Google Summer of Code ist vorbei, und ich hab nicht nur kräftig mitdiskutiert sondern auch einen (sogar burgenländischen) Studenten abgekriegt, den ich übern Sommer als Mentor betreuen darf. Mehr Info in der (drupal-spezifischen) Ankündigung.
Drei: Neue Frisuren
Gibts schon seit 10 Monaten, habs aber erst jetzt gesehen: "My New Haircut", auf YouTube. Das ist an sich schon witzig, aber richtig gut wird's erst durch die zig Videoantworten, die das Ganze nochmal durch den Kakao ziehen. Ich hab mir nur ein paar davon angeschaut, meine Favoriten bisher:
My New Haircut - Asian Edition,
My New Haircut - Senior Citizen Edition, und natürlich
My New Haircut - Nerd Edition.
Jägerbombs!
Reuters weiß also, dass das offizielle Abstimmungsergebnis morgen bekanntgegeben wird (Link). News.com meint zu wissen, dass die zweite Abstimmung für Microsofts neue Office-Formate mit Namen OOXML ("Office Open XML") durchgegangen ist (Link). Mackenzie Morgan von Planet Debian hofft, dass es ein Aprilscherz ist (Link), meiner Meinung nach ist da allerdings nicht viel zu hoffen. Craig A. Eddy vom gleichen Planet Debian probiert sich, angenehm schmutzkübelfrei, mit einer Definition von "Was ist ein Standard" und warum OOXML keiner ist (Link). Die norwegische Standardorganisation Standard Norge legt Berufung gegen ihre eigene Stimmabgabe ein, weil 80% ihrer Mitglieder gar nicht dafür gestimmt hätten (Link), und in England wird's auch Einspruch geben (Link).
Microsoft wird wahrscheinlich auch nach den Berufungen knapp, aber doch die Abstimmung gewonnen haben. Wie auch immer die Geschichte ausgehen wird, ein paar Fakten sind wohl fix:
So wie's ausschaut, hat die ISO also zunächst mal ihren guten Ruf als vertrauenswürdige, unabhängige Instanz verloren, und muss in den nächsten Tagen mit einem Haufen Kritik von allen Seiten rechnen.
Ob Regierungen jetzt wieder mehr auf Microsoft machen oder den Trend Richtung OpenDocument fortsetzen, wird abzuwarten sein. Einerseits ist der ISO-Stempel ein Gütesiegel für diverse staatliche Institutionen, andererseits hatten die auf OpenDocument umsteigenden Staaten vor allem eine größere Herstellerunabhängigkeit im Sinn, und die kann man sich mit OOXML natürlich in die Haare schmieren. Was von beiden mehr zählt, entscheidet sich dann von Fall zu Fall, zuzüglich massivem Lobbying (viel von der einen Seite, und noch viel mehr von der anderen).
Schauen wir mal.
Der Google Summer of Code geht wieder los. Diesmal allerdings ohne mich (zumindest bin ich nicht als Student dabei), primär weil ich den ganzen Juli für einen Drei-Länder-Trip eingeplant hab. Nächste Woche wird das dann genauer ausgearbeitet, oder so.
Nichtsdestotrotz verspricht es, sowohl für Drupal als auch für KDE und überhaupt sonst auch wieder ziemlich interessant zu werden. Vielleicht kann ich sonst irgendwie aushelfen und motivierten Studenten unter die Arme greifen (hab mich jetzt für Drupal als möglicher Zweit-Mentor angeboten), jedenfalls bin ich gespannt was dieses Mal rauskommt. Traditionellerweise sind ja nur ein kleiner Teil der angefangenen Projekte tatsächlich von Nutzen für die Open-Source-Projekte, das Spannende ist also, wie viele der angekündigten Großtaten sich diesmal zu einer wertvollen Spende an die Community entwickeln werden.
Ansonsten, ja, ehm, frohe Ostern!
Ich weiß nicht, was es ist, was das Sommersemester immer so schrecklich unproduktiv macht. Gerade eben hat es erst begonnen, aber ich spür's schon wieder kommen. Vielleicht ist es die Müdigkeit nach dem aufregenden Feber, oder das Klima, oder einfach nur Zufall.
Vielleicht bin ich aber auch gar nicht unproduktiv, sondern einfach nur ein Mangel an Fokus. Statt meine Zeit in die Sachen zu stecken, die von mir verlangt werden (Arbeit, Studium) stecke ich die Zeit in andere Dinge - väterliche Homepage-Runderneuerung, Musik in sämtlichen vier Facetten, und ganz viel Weltschmerz. Oh, und außerdem mach ich jetzt regelmäßig sit-ups und Liegestütze, das ist leichter zu praktizieren als die voriges Jahr probierten Lauf- und Radlfahr-Einheiten. Wahrscheinlich auch weniger effektiv, aber hey.
Die Ordi-Homepage ist jetzt dermaßen aufgepimpt, dass sie selbst von Nicht-Technikern in allen Bereichen problem- und gefahrlos bearbeitet werden kann, und den Soroptimistinnen helfe ich auch dann und wann mit der Wartung bzw. Konsolidierung ihrer Website. Des Weiteren hab ich in den letzten zwei Tagen seit langem wieder einmal einen richtig sauguten Song geschrieben - das hatte ich schon lange nicht mehr, und kommt meistens dann vor, wenns mit mir bergab geht. (Die beste Musik wird immer dann geschrieben, wenn es den Musikern richtig dreckig geht - bestes Beispiel: The Fragile von den Nine Inch Nails.) Vielleicht der beste Song, den ich jemals geschrieben habe, und diesmal sogar mit Text, der sich herzeigen lassen kann.
Gestern war ich dann auch noch im Kino (seit längerem wieder mal) und hab mir zusammen mit Stefan und Mertl Andi - der jetzt übrigens als Consulter tätig ist und nach Deutschland pendelt - den neuen George-Clooney-Film angeschaut. "Michael Clayton". Gutes Zeug, selbst wenn der Stefan bei Clooney-Filmen immer einschläft (versteh ich eh nicht, wie er das zusammenbringt). Die Frage ist, wer sind die anderen Leute, die wie von einer unsichtbaren Macht in augenscheinlich unvernünftige Zusammenhänge gerufen wird, und dem Ruf folgt? Wie finde ich die Gleichgesinnten und etwas, das alles das wert ist? Hat es überhaupt einen Sinn, nach einem Sinn zu suchen? Hat es einen Sinn, nach irgendwas aktiv zu suchen, wenn ja, wie? Wie viel Ignorieren des gesunden Verstands ist zweckmäßig, und wo sollte man ihn doch behalten?
Ich weiß nicht, ich bin gewissermaßen verzweifelt. Ich weiß auch nicht genau, wie ich es definieren soll... es ist nicht die traditionelle Verzweiflung im Sinne von "ich weiß keinen Ausweg" oder so; im Gegenteil, ich hab Pläne und gute Ideen en masse. Ich finde nur im Moment wieder mal nicht die Motivation, alles das umzusetzen, und das macht mir zu schaffen - zu dem Punkt hin, dass viel weniger geht als ohne alle diese Aufgaben. Ein bisschen Druck treibt mich zu enormer Produktivität, aber ein Haufen Druck verkehrt ebendiese ins genaue Gegenteil.
Ist also die Frage, wann ich mich wieder fange und die allgemeine Begeisterung, die ich vor zwei, drei Wochen noch ständig mit mir trug, wieder finde. Nicht ob, sondern wann. Eigentlich bin ich ja froh, dass es doch noch so etwas wie Höhen und Tiefen gibt. Ich bin auch froh über jeden unvernünftigen Fehler, den ich mache. Ich will einfach nur fühlen, dass ich lebe. Das geht im Übrigen am besten, wenn ein unerwartetes Ereignis einen aus dem Gefühlstief reißt.
In diesem Sinne, mögen sich viele weitere unerwartete Ereignisse häufen (wie im Februar eigentlich öfters der Fall war) und mögen ein paar davon richtig umwerfend gut sein. Jau!
P.S.: Email-Benachrichtigung geht zurzeit nicht, die muss ich wieder zum Laufen bringen.
So... nach zwei Monaten Abwartezeit und zwei Wochen gelegentlichen Migrationsaufwands läuft jetzt petsovits.at auf meinem neuen Server, dessen Administration ich jetzt komplett selber in der Hand habe. Das Teil ist ein virtueller Computer, der zusammen mit einigen anderen virtuellen Computern in einem echten System, im sonnigen Süden von Wien, wohnt.
Lässig daran sind vor allem zwei Dinge:
Und wäre das nicht schon genug, stehen jetzt alle meine Drupal-Seiten (also das Jakoblog, die Ordi-Homepage und die in Kürze folgende Bigband-Seite) auf einer einzigen Codebasis, so dass ich Sicherheitsupdates nur mehr einmal einspielen muss und diese dann für alle meine Drupals unkompliziert anzuwenden sind.
Zudem hat der neue Server wahrscheinlich genug Speicherplatz, um selbst eine große Menge an Foto-Alben unterzubringen. Und mit zunehmender Anzahl an Websites, die sonst alle eine eigene Domain bräuchten, wird sich das Zeugs irgendwann auch finanziell mal rentieren.
Kurzum, ein ständig laufendes Hauptquartier im Internet, das quasi ungeahnte Möglichkeiten birgt. Man muss ja deswegen nicht alle nutzen... aber es ist gut, die Kontrolle über meine Technik bei mir zu haben.
Du stehst vor einer Entscheidung. Wenn du dich dafür entscheidest, ist es entweder:
Der Punkt ist, dass du es im Vornhinein nicht weißt, und vielleicht sogar im Nachhinein nicht wissen wirst. Wenn du dich dagegen entscheidest, bleibt alles wie es ist, bzw. ohne dein Mitwirken passieren würde.
Wofür entscheidest du dich? Wenn möglich mit Beispiel, das auf dich zutreffen würde oder schon mal zutraf.
(Anmerkung: Ich stehe nicht vor dieser Entscheidung. Ihr müsst mir nicht helfen. Mich würde nur interessieren, wie Leute auf solche Situationen reagieren.)
Nachdem Teil 1 die analogen Seiten des Monats behandelte, kommen jetzt die computerisierten Ereignisse dran.
KDE 4 jetzt Gut Genug (TM)
Nach Erscheinen des ersten Bugfix-Releases, 4.0.1, bin ich dann doch auf KDE 4 umgestiegen. Es gibt zwar immer noch ein paar unschöne Bugs (Suspend funktioniert bei mir nicht, Kate stürzt öfter ab als in der 3er-Version, ...) aber sonst lasst sich's schon ganz gut mit der neuen Release leben.
Nachdem das großartige Yakuake jetzt auch in der Version für KDE 4 erschienen ist, sind alle anderen Begehrlichkeiten zweitrangig, und nachdem ich sowieso noch die 3er-Versionen von Konqueror und Kontact benutze ist der Umstieg halb so schlimm - und Verbesserungen an allen Enden und Ecken gibt's ja schließlich auch.
Drupal 6 released
Sie können es nicht lassen. Kaum mehr als ein Jahr nach der bereits ausgezeichneten Fünfer-Version hat die Community jetzt die runderneuerte Version 6 herausgebracht, die mit unzähligen Verbesserungen in Funktionalität und Benutzbarkeit daherkommt - zu viele, als dass ich sie selber aufzähle, deshalb macht euch selbst ein Bild auf der Ankündigungsseite.
Das heißt natürlich, dass mir ein Update meiner (und wahrscheinlich anderer) Websites früher oder später nicht erspart bleiben wird, aber andererseits wird damit ja wieder alles besser. Yay.
Jakob in Brüssel!
Wie, wieso das denn? Nunja, nächstes Wochenende steigt in Brüssel die FOSDEM - kurz für "Free and Open Source Software Developers' European Meeting" - also eine Konferenz, und zwar zweitägig am Samstag und Sonntag. Mein überaus liebenswerter Arbeitgeber Pro.Karriere (genauer: der Klaus) hat sich kurzfristig bereit erklärt, uns Mitarbeitern die Hälfte des Flugtickets sowie die eintägigen Hotelkosten zu spendieren, und da konnte ich nicht ablehnen :D
Wenn man bedenkt, dass dort beide meiner Lieblings-Open-Source-Projekte vertreten sind (...richtig, KDE und Drupal) - neben vielen anderen natürlich - dann muss es einfach gut werden. Außerdem war ich eh noch nie in Brüssel, und auch wenn ich von der Stadt wieder mal wenig sehen werde ist es doch immer wieder eine gute Erfahrung, einen kurzen Abstecher aus der Bananenrepublik in andere Länder zu machen. Weitere Fluchtausflüge in Planung.
Google regiert die Welt
Diesmal sind sie mit einem Programm dahergekommen, das sich "GHOP" nennt, oder Google Highly Open Participation Contest wenn es ganz ausgesprochen wird. Diesmal wurden nicht Studenten für ein großes Zwei-Monats-Projekt, sondern 13- bis 18-jährige Schüler für eine größere Anzahl kleinerer Tasks gesponsert. Das Schöne daran ist, dass Drupal wieder mal eins der unterstützten Projekte war, und einen beachtlichen Pool an fabelhaft lässigen Schülern hatte, die auch schwierige Aufgaben innerhalb kürzester Zeit lösen konnten (und von dieser Fähigkeit auch munter Gebrauch machten!).
Das wirklich Erfreuliche ist aber, dass im Laufe des GHOPs auch Tasks ausgeschrieben waren, die auf meinem letztsommerlichen Google-Projekt aufbauen. (Für die Wissbegierigen: es sollten Versionskontroll-Backends für Git, Mercurial und Subversion geschrieben werden, so dass man Drupal zum Anzeigen der Code-Änderungen in einem Projekt einsetzen kann.) Und nachdem kaum etwas so motiviert wie die Erkenntnis, dass andere Leute die eigenen Fabrikate nützlich finden, hab ich mir die Dröhnung gegeben und die jeweiligen Schüler fleißig mit Reviews unterstützt.
Aus einem der Backends - das ich netterweise für ein Uni-Projekt und meine Arbeit brauche - ist nichts geworden, deshalb hab ich das letzte Woche kurzerhand selber geschrieben. Das Resultat ist jedenfalls, dass wir von fünf wünschenswerten Versionskontrollsystemen jetzt vier unterstützen, und das ist irrsinnig cool, insbesondere wenn man bedenkt dass es vor einem Monat erst eines war.
Dem Abschluss entgegen
Naja, ganz fertig bin ich noch nicht, aber ich kann das Ziel schon fast riechen, bzw. hab einen genauen Plan bis zum Ende des Studiums. Für eine Sponsion brauche ich noch zwei Projektpraktika (eins davon in Arbeit, das zweite in Planung), eine Prüfung Anfang März, eine vierstündige Lehrveranstaltung und die Diplomarbeit, dann kann ich mich Master of Science (oder kurz MSc) nennen.
Bis Ende der Sommerferien will ich das Ganze durch haben - wird eh wieder knapp, aber ist durchaus im Bereich des Machbaren. Mit ein bisschen Glück kann ich außerdem für meine Diplomarbeit an etwas Drupal-lastigem arbeiten (was dann auch von meinem Arbeitgeber finanziell vergütet wird), und das ist natürlich auch ein beträchtlicher Motivationsfaktor.
Ok, genug gebloggt für heute, lasst uns nun zu unseren Arbeitsstätten zurückkehren!
Es is ja echt arg, was da zurzeit so alles passiert. Ein kurzer Übersichts-Bericht, in keiner speziellen Reihenfolge.
Karv'n in Kärnten
Angefangen hat's mit dem wahrscheinlich gemütlichsten (und dennoch gut ausgenutzten) Skiurlaub, den ich je bestritten habe - dank Flo, Mani und Felix konnten wir bis spät in die Nacht pokern, uns dabei mit den ebenfalls partymäßig aufgelegten Deutschen unterhalten, waren dann um halb 12 bis halb 1 irgendwann auf der Piste und sind trotzdem sämtliche Skipisten in Bad Kleinkirchheim und St. Oswald gefahren.
Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Felix seine magischen Künste als Wettergott wieder voll ausgenutzt hat und Kleinkirchheim bereits am ersten Tag von einer braunen Herbstlandschaft ausgehend in einen Haufen weißen Schnee getunkt hat. Der dann die Woche über geblieben ist! Selten so viel Schnee in Bad Kleinkirchheim gesehen.
Was den Urlaub außerdem sonst noch von anderen solchen hervorhebt, ist die Gastgeberfamilie Fauland, die tatsächlich alles dran setzt, das man sich in ihrer kleinen Pension (Sonnleit'nhof) heimisch fühlt. Inklusive unvernünftigem Bier- und Schnapskonsum mit dem Sohn des Hauses, hihi :D
Jakob live!
Sehr richtig, es hat mich wieder zu sehen gegeben - und zwar im edelsten aller Lokale, dem altehrwürdigen Wiener Jazzclub Porgy & Bess. Zugegebenermaßen waren wir nicht am Hauptabend dran, sondern als "Midnight Special", was aber der Exklusivität keinen Abbruch tut... im Gegenteil, das hat uns ein jugendlicheres Publikum beschert, das unsere Musik zu schätzen wusste.
Und die war tatsächlich sehr steil. Der Abend im Porgy war nur der erste von insgesamt vier geplanten, und als solches auch die erste Inkarnation eines komplett neuen Kollektivs. Die Musiker sind alle aus dem Dunstkreis des südburgenländischen Kulturvereins Limmitationes (ich auch, obwohl kein Südburgenländer), quasi eine bunt durcheinandergewürfelte Supergroup aus großteils jazz-affinen Spitzenmusikern: vier Schlagzeuger, zwei Bassisten, ein Trompeter, zwei DJs (einer davon auch als französicher Rapper aktiv), ein Funk-Vokalist, eine Videokünstlerin, und ich. Lässige Partie :)
Ja, wir haben das Porgy gerockt. Die Sessel, die bei der "Vorband" (hihi) noch den ganzen Raum bedeckten, waren bei uns auf die Seite geräumt, so dass genug Platz zum Abtanzen gegeben war - und der wurde auch genutzt! Spätestens ab dem Teil, wo sich die vier Schlagwerker gleichzeitig ein unglaublich gute Groove-Attacke gegeben haben, war die lechzende Meute nicht mehr zu halten und okkupierte von da an die Tanzfläche. Hervorhebenswert auch der chinesische Botschafter, der sich ebenfalls eingefunden und die volle Dröhnung gegeben hat. (Seine Dirigierversuche wurden allerdings von uns nicht umgesetzt.)
Mehr als zwei Stunden Spielzeit also, und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Abend ein voller Erfolg war. (Zitat Luk: "So vü Leit hob i überhaupt no nie in der Midnight Session gseng.") Man bleibt gespannt auf den Mitschnitt!
Ich könnte jetzt natürlich einen ganzen Blogeintrag darüber füllen, dass KDE 4.0 endlich released wurde, warum es gleichermaßen großartig und unbrauchbar ist, und wie ich über die Weihnachtsferien die KDE-4-Icons ebenso gleichermaßen gerettet und verunglimpft habe.
Stattdessen allerdings lieber dieses wunderbare Kleinod, das dem allgemeinen Trend der zunehmend kurzen Aufmerksamkeits-Spannen Genüge tut und die Geschichte von Monkey Island (eins) in drei Minuten nacherzählt. Irrsinnig gut.
Ach ja, der Link: http://www.chilloutzone.de/files/07062401.html
Schande über all jene, die noch nie ein Monkey Island gespielt haben! Lernt und staunet! (Und alle anderen auch.)
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