Ich bin gut. Ich bin gut. Ich bin gut. Jawoll.
Ich hatte zwei irrsinnig knappe Termine: den einen für die Abgabe des Usability Engineering Dokuments (Sonntag Mitternacht) und den anderen für die Software-Testen-Vorlesungsprüfung (Montag Nachmittag).
Und Usability Engineering hat es in sich. Das für aufwendig durchzuführende Übungen bekannte INSO-Institut bietet die Lehrveranstaltung als Wahlpflicht-VU an, und auch wenn ich schon im Vornhinein gewusst hab dass es kein Fingerlecken wird, interessiert mich das Ganze. Usability Engineering ist die Lehre vom Verbessern der Benutzbarkeit, im Speziellen von der Benutzbarkeit von Software, Websites und Dinge die Derartiges verwenden (wie z.B. MP3-Player-Geräte).
Als erste Übung von dreien war vorgesehen, dass wir ein Card Sorting durchführen. Dafür nimmt man sich eine Software (in unserem Fall die Uni-Wien-Website Student Point), zerlegt deren Inhalte/Navigationsstruktur in für sich selbst stehende Einheiten (Items), und druckt diese Items auf Kärtchen. Die wiederum legt man auf den Boden oder einen großen Tisch und lasst sie von einer Person (oder mehreren) sortieren. Das schaut dann ca. so aus (Foto meines Lieblings-KDE-Entwicklers Aaron Seigo beim Card Sorting):

Der Sinn hinter dem Card Sorting ist, dass man dadurch gute Informationsstrukturen bekommen kann, weil nicht ich, sondern meine Testlinge die Kategorien für die Webseiten/Menüeinträge/was-immer-die-Items-sind bestimmen. Dadurch kann man viel bessere Menüs bzw. Web-Navigationsstrukturen machen als das mit Selber-Ausdenken möglich wäre. Unter anderem weil Entwickler bekanntlich ganz anders denken als normale Leute :D
Ich und meine übrigens total ursympathische Übungsgruppe haben also quasi die ganze letzte Woche damit verbracht, aus der bestehenden Student-Point-Seite die Menge der Items rauszufinden, einen Fragebogen für die Probanden zu machen, die Kärtchen in eine Tabelle umzuformen und auszudrucken, mehrere Card Sorting Sessions durchzuführen, die Masse an Ergebniswerten auszuwerten, Vorschläge für Verbesserungen der Seite zu machen, und das alles in einem 35-Seiten-Dokument festzuhalten. Da ist so ziemlich die ganze Woche draufgegangen, oder zumindest fast.
Sonntag war dann der Abgabetermin, und JA, wir haben es geschafft, die Mörderarbeit rechtzeitig fertigzukriegen.
Montag war dann Prüfung, und JA, ich habe es geschafft, die Folien in 5 Stunden durchzunehmen und damit geschätzte 28-30 von 35 Punkten zu schreiben. (Zur Herabsetzung meiner kognitiven Fähigkeiten muss man dazusagen, dass ich voriges Semster auch schon in der Vorlesung war und den Stoff zumindest schon einmal gehört hatte.)
Gestern hatten wir Abgabegespräch für die Usability-Engineering-Abgabe, und, was will man sagen, wir haben's mit Bravour überstanden.
Wenn das keine Leistung ist, was dann? Achja genau, nebenbei noch fleißig in andere VOs und Übungen zu gehen (Donnerstag), Kubuntu auf die neue Beta von Feisty upzugraden (auch Donnerstag), beim Meeting mit den Arbeitskollegen was Brauchbares herzeigen zu können (Freitag), meine Bewerbung für den Google Summer of Code 2007 spitzenmäßig herzurichten (letzte 2 Wochen, am Freitag war ich dann zufrieden) und Erkundigungen für den Acer Port Replicator einholen, den diverse Väter für notwendig erklärt haben (heute erst).
Google Summer of Code? Ja, ich bewerbe mich heuer wieder, diesmal nicht für KDE, sondern für Drupal. Unterstützt von meinem Arbeitgeber Pro.Karriere. Was ich wahnsinnig cool finde. Insider spatzen von den Dächern, dass meine Chancen gut stehen, auch dieses Jahr wieder genommen zu werden. Wer wissen will warum, soll sich meine Bewerbung anschauen und staunen.
Und jetzt geh ich aufs Schnapsturnier in den Heimkeller. Hah.
Comments
Nachtrag
Bin im Schnapsturnier bis in die dritte Runde gekommen. Damit bin ich dem Renne und der Martina was voraus, und darf mich somit bester Schnapser des 4. Stocks Altbau wähnen. Ich bin gut. Ich bin gut. Yay.
Gratuliere. Aber: wir
Gratuliere.
Aber: wir wohnen im Neubau, du Looser. :P
Ah, verdammt.
Nrrg. Stimmt. Merkregel: später gebaut, später renoviert.
Aber: Looser schreibt man mit nur einem o, du Loser.
Ich könnte jetzt vielerlei
Ich könnte jetzt vielerlei Dinge schreiben, die gewöhnlich sind, vorhersehbar oder sonstig banal erscheinen, wie etwa "Na wenigstens weiß ich noch, wo ich wohne" oder "Ausdruck meiner Individualität" oder auch "Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten". Aber mir ist es lieber, ich erscheine pseudointellektuell als ordinär. :)
Deswegen antworte ich nur eines: Pah!
:D